zum Wochenspruch 26. Juli 2026

»Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.« (Epheser 5,8b.9)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

In unse­rem Wochen­spruch wer­den wir auf­ge­for­dert »als Kin­der des Lichts« zu leben. Ber­ger über­setzt hier »Ver­hal­tet euch wie Kin­der des Lichts! Denn aus Licht wach­sen Güte, Gerech­tes tun und Ehr­lich­keit als Früch­te heran.«

Die­ser Auf­for­de­rung an unse­re eige­ne Lebens­füh­rung geht jedoch ein dop­pel­ter Zuspruch vor­aus. Pau­lus schreibt in Vers 1 »Ihr seid doch Got­tes gelieb­te Kin­der.« Und in Vers 8 »Auch ihr gehör­tet einst zur Fins­ter­nis, doch jetzt gehört ihr zum Licht, weil ihr mit dem Herrn ver­bun­den seid.«

Unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley wür­de dies in sei­nen Aus­sa­gen zur »Hei­li­gung von uns Chris­ten« viel­leicht wie folgt zum Aus­druck bringen:

»Indem ich als Christ mit Jesus in enger Ver­bin­dung lebe, auf sei­ne Wor­te höre, mit ande­ren Chris­ten den Aus­tausch über mei­nen Glau­ben suche, bete und ihn lie­be und ehre, in die­sem Maße wer­de ich die ›Jesus-Gesin­nung‹ annehmen.«

Das bedeu­tet für mich dann auch, dass Jesus mein Leben völ­lig neu prä­gen darf. Aber will ich das wirk­lich und las­se es dann zu, dass Jesus mich in sei­nem Sin­ne prägt?

Die Kon­se­quenz bedeu­tet dann, dass wir zu ver­än­der­ten Men­schen wer­den, eben zu den »Men­schen des Lichts«. Und das wie­der­um hat Aus­wir­kun­gen auf unse­re gesam­te Umwelt. Pau­lus spricht hier von sicht­ba­rer Güte, Gerech­tig­keit und Wahr­heit. Welch eine phan­tas­ti­sche Aus­wir­kung könn­te dadurch in unse­rer augen­blick­li­chen Welt entstehen!

Güte und ein gro­ßes Herz über­win­den Selbst­sucht, Ego­is­mus und dem Stre­ben nach immer mehr! Gerech­tig­keit setzt sich gegen­über Unrecht durch! Und die Wahr­heit, die Ehr­lich­keit siegt über die Lüge, die Ver­leum­dung und den Hass!

E. M.

zum Wochenspruch 21. Juni 2026

»Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.«
(Lukas 19,10)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Mit die­ser Aus­sa­ge von Jesus endet die Geschich­te, als Jesus beim Zoll­ein­neh­mer Zachä­us zu Gast in des­sen Haus war.

Die theo­lo­gi­sche Eli­te der Pha­ri­sä­er hat­te sich wäh­rend­des­sen über Jesus mokiert und laut arti­ku­liert »bei einem aus­ge­mach­ten Sün­der ist die­ser Jesus eingekehrt!«

Ja, sie muss­ten von Jesus erst ein­mal ler­nen, dass er eben so gar nicht ihren gesell­schaft­li­chen Kon­ven­tio­nen ent­sprach. Aus ihrer Sicht ging das nun mal gar nicht: bei einem Zoll­ein­neh­mer zu Gast zu sein! Das war aus ihrer Sicht die unters­te gesell­schaft­li­che Schub­la­de; eben ein aus­ge­mach­ter Sün­der! Und dann sagt Jesus die­sen frap­pie­ren­den Satz, dass er eben gera­de die Ver­lo­re­nen suchen und erret­ten möchte.

Viel­leicht kann das für Dich und mich heu­te ein Ansporn sein, wenn wir mal einen Blick auf die Men­schen in unse­rem Umfeld wer­fen? Für wen kannst Du, für wen kann ich heu­te da sein? Wem kön­nen wir etwas von die­ser ret­ten­den und froh­ma­chen­den Bot­schaft von Jesus weitersagen?

Ich wün­sche uns dazu für die kom­men­de Zeit offe­ne Augen und Ohren! Gott möch­te uns genau mit die­sen Eigen­schaf­ten zurüsten.

E. M.

zum Wochenspruch 14. Juni 2026

»Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.« (Matthäus 11,28)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Welch eine groß­ar­ti­ge Zusa­ge erhal­ten hier die Jün­ger von Jesus. Ich den­ke, die meis­ten Men­schen wer­den irgend­wann in ihrem Leben an einen Punkt kom­men, in wel­chem das Leben mühe­voll ist und die Sor­gen dann wie eine Last auf die Schul­tern drü­cken. Bei mir ist dies jeden­falls schön öfter so passiert.

Und genau in die­sen Momen­ten gilt für uns Chris­ten die Zusa­ge von Jesus: Er selbst will uns erquicken.

Habt Ihr schon ein­mal über die­ses Wort erqui­cken nach­ge­dacht? Klaus Ber­ger über­setzt hier mit »auf­at­men«. Für mich bedeu­tet dies dann, dass Jesus mir die Last abneh­men und mir Ruhe und Frie­den in mein Herz schen­ken wird, ich also wirk­lich auf­at­men darf; auch dann, wenn ich selbst nicht mehr kann oder am Ver­zwei­feln bin.

Ich wün­sche uns heu­te, dass wir die­se Zusa­ge von Jesus immer vor Augen haben, wenn uns die Sor­gen in unse­rem Leben mal wie­der erdrü­cken wollen.

E. M.

Zum Wochenspruch Pfingsten…

»Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.« (Sacharja 4,6b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Wie häu­fig höre ich den Satz »ich schaf­fe das!«

Der Pro­phet Sachar­ja hat sehr ermu­ti­gen­de Wor­te für Serub­ba­bel von Gott. Die­ser Serub­ba­bel führ­te die Juden aus dem Exil nach Isra­el zurück, bau­te in Jeru­sa­lem den Altar zur Anbe­tung Got­tes wie­der auf und leg­te den Grund­stein für den Wie­der­auf­bau des zwei­ten Tem­pels. Ein rich­ti­ger Kno­chen­job, den er also damit zu ver­se­hen hatte.

Des­halb war die Zusa­ge, die er von Gott erhal­ten hat­te so wert­voll für ihn: »Nicht auf unse­re eige­ne Kraft kommt es hier an. Nein, Gott selbst will durch sei­nen Geist hier wirken«.

Ich kann mir vor­stel­len, dass die­se Zusa­ge Got­tes für eine rie­si­ge Ent­las­tung bei Serub­ba­bel gesorgt hat. Des­halb habe ich mir die Fra­ge gestellt, wie dies bei mir aussieht.

Wenn ich auf Got­tes Kraft ver­traue, muss ich nicht mehr den­ken »das wird eh nichts«. Im Gegen­teil: Ich kann fel­sen­fest dar­auf ver­trau­en, dass Gott viel mehr kann als ich selbst. Er kann sogar Ber­ge ver­set­zen, mich gesund machen oder mir Frie­den ins Her­zen schen­ken gegen­über dem Men­schen, mit dem ich gera­de nicht klar­kom­me. Und genau die­ses Zutrau­en in die Kraft Got­tes will sein Hei­li­ger Geist in mir bewirken.

Ihr Lie­ben: Das ist Pfings­ten: Got­tes Geist kann das, was wir mit unse­rer eige­nen Kraft nicht ver­mö­gen, als buch­stäb­lich eine Heilige-Geist-Kraft!

E. M.

zum Wochenspruch 17. Mai 2026

»Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.« (Johannes 12,32)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­se Rund­mail erscheint auf­grund des Him­mel­fahrt­ta­ges schon etwas eher!

Mor­gen woll­ten wir als Bezirk die­sen Tag in Mari­en­wer­der gemein­sam fei­ern. Dies lässt das Wet­ter lei­der nicht zu.

Und genau von die­sem Ereig­nis spricht Jesus in unse­rem Wochen­spruch. Ich emp­fin­de in die­ser Aus­sa­ge von Jesus »so will ich alle zu mir zie­hen« eine ganz tol­le Moti­va­ti­on. Er adres­siert die­se Aus­sa­ge an sei­ne Nach­fol­ger. Jesus will sie für die vor ihnen lie­gen­de Zukunft ermu­ti­gen und sie damit auch stärken.

Nach Jesu Tod und Auf­er­ste­hung haben die Jün­ger vor 2.000 Jah­ren die Him­mel­fahrt von Jesus live und in Far­be mit­er­le­ben dür­fen. Und genau zu die­sen Jün­gern hat­te Jesus eini­ge Wochen zuvor die­sen Satz aus unse­rem Wochen­spruch gesagt.

Die­se an sei­ne Jün­ger gerich­te­te Aus­sa­ge gilt auch für uns Chris­ten heu­te noch ganz per­sön­lich. Jesus ver­spricht uns dar­in die­se exklu­si­ve Gemein­schaft mit Gott.

Ich per­sön­lich fin­de das groß­ar­tig. Und genau dar­über dür­fen wir uns heu­te freuen!

E.M.

zum Wochenspruch 10. Mai 2026 (5. Sonntag nach Ostern)

»Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.« (Psalm 66,20)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Der Ver­fas­ser die­ses Psalms bringt für mich mit die­sem Vers etwas ganz Groß­ar­ti­ges zum Aus­druck: Er dankt sei­nem Gott, dass er sein Gebet nicht abwei­sen und ihm dann dar­über hin­aus auch noch sei­ne Güte nicht ver­wei­gern wird.

Ich mei­ne, dass damit die­se Zusa­ge für uns – für Dich und für mich – auch heu­te zu einer unge­mein mut­ma­chen­den Zusa­ge wer­den kann.

Und per­sön­lich bin ich zum Ergeb­nis gelangt, dass ich die­se Erkennt­nis des Beters auch in mei­nem eige­nen Leben genau­so für mich erfah­ren habe. Mit allen mei­nen Anlie­gen, mit allen Sor­gen und Nöten darf ich zu mei­nem Gott kom­men und die Gewiss­heit haben, »er hört mich«. Und er küm­mert sich sogar dar­über hin­aus um mich ganz persönlich!

Ich wün­sche Euch heu­te eben­falls die­se Erkennt­nis und die­se tie­fe Ruhe in Eurem Her­zen. Die­se Zusa­ge darf wirk­lich zur mut­ma­chen­den Rea­li­tät in unse­rem Leben werden.

E. M.

zum Wochenspruch 3. Mai 2026 – Sonntag Kantate

»Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.« (Psalm 98,1)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

An die­sem Sonn­tag „Kan­ta­te“ fei­ern wir als Chris­ten unse­re Got­tes­diens­te gewöhn­lich mit einem beson­de­ren Augen­merk auf das Sin­gen und das Musi­zie­ren. Und an vie­len Stel­len in der Bibel lesen wir, dass das Sin­gen und Loben zur Ehre unse­res gro­ßen Got­tes gesche­hen soll.

Von Mar­tin Luther haben wir eine Aus­sa­ge über­lie­fert erhal­ten »Got­tes Wort wird auch durch die Musik gepredigt«.

Des­halb stellt sich für mich die Fra­ge, wie sieht es in dem inne­ren mei­nes bzw. Eures Her­zens aus, wenn wir Lie­der für unse­ren Gott sin­gen. Sind wir uns bewusst, dass die­ser Lob­preis für unse­ren Gott geschieht und sind wir uns auch des­sen Aus­wir­kun­gen auf unser und das Leben ande­rer bewusst?

Nach dem Refor­ma­tor Mar­tin Luther hat die Musik ja »eine Got­tes Wort die­nen­de geist­li­che Funk­ti­on«. Und genau die­se Wir­kungs­wei­se soll­ten wir eigent­lich immer in unse­rem Leben vor Augen haben.

Und dann steht da in unse­rem Wochen­spruch noch die viel­ver­spre­chen­de mut­ma­chen­de Zusa­ge, dass Gott Wun­der tut.

Lasst uns also am kom­men­den Sonn­tag Kan­ta­te dies von gan­zem Her­zen tun: Gott unser Lied zu brin­gen und dar­auf zu ver­trau­en, dass er Wun­der tut.

E. M.

zum Wochenspruch 26.04.26, Jubilate, 3. Sonntag nach Ostern

»Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.«
(2. Korinther 5,17)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Im Leben des Pau­lus ist eine radi­ka­le Ver­än­de­rung von Sau­lus zu Pau­lus erkenn­bar. Er war der größ­te Chris­ten­ver­fol­ger der dama­li­gen Zeit. Vie­le der dama­li­gen Chris­ten hat­ten gro­ße Angst und sind sogar in die Fer­ne, weit weg von Jeru­sa­lem vor ihm, geflo­hen. Sein dama­li­ges Ziel: die ers­ten Chris­ten und die ers­te christ­li­che Gemein­de kom­plett auszuradieren.

Und dann geschieht – wie er selbst auch schreibt – die­ses lebens­ver­än­dern­de Wun­der: Jesus per­sön­lich begeg­net ihm auf sei­nem Weg nach Damas­kus. Die­se Begeg­nung mit dem auf­er­stan­de­nen Jesus, des­sen Anhän­ger er mas­siv ver­folgt hat­te, stellt sein Leben buch­stäb­lich auf den Kopf. Der größ­te Chris­ten-Ver­fol­ger wird nun­mehr zu einem der ganz gro­ßen Chris­tus-Nach­fol­ger und zum ers­ten Mis­sio­nar in der heu­ti­gen Tür­kei und in Europa.

Wenn wir uns vor die­sem Hin­ter­grund unse­ren Wochen­spruch anschau­en, dann beschreibt Pau­lus also genau das, was er selbst per­sön­lich erlebt hat.

Was wird denn nun neu, wenn ein Mensch von Her­zen an Jesus Chris­tus glaubt?

Wir hören in unse­rem Wochen­spruch: alles! Der Glau­be an Jesus ver­än­dert also das Leben von Men­schen radi­kal. Natür­lich wer­de ich auch als Christ nicht per­fekt und voll­kom­men sein. Daher möch­te ich uns Mut machen, jeden Tag neu zu beten: »Herr, ver­gib mir immer wie­der aufs Neue und mache mich zu einem Men­schen, an des­sen Lebens­stil für ande­re erkenn­bar wird, dass ich zu dir gehö­re, und dass Du daher wirk­lich einen neu­en Men­schen aus mir gemacht hast«.

E. M.

zum Wochenspruch 19.04.2026 (Misericordias Domini)

Christus spricht: »Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.« (Johannes 10,11a.27 – 28a)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Vor zwei Wochen haben wir unse­re Got­tes­diens­te zu Grün­don­ners­tag, Kar­frei­tag und Ostern gemein­sam gefei­ert. Wenn wir uns den Tod und die Auf­er­ste­hung von Jesus dann vor unse­rem inne­ren Auge füh­ren, haben wir damit den wohl bes­ten Beleg dafür, dass Jesus wirk­lich die­ser gute Hir­te ist, von dem unser Wochen­spruch hier spricht.

Aber dort steht auch, dass wir als Chris­ten­men­schen auch tat­säch­li­che die­se Stim­me Jesu in unse­rem Leben hören. Ich möch­te uns daher heu­te die Fra­ge stel­len, ob dies wirk­lich auch bei Dir und mir der Fall ist.

Nun, von mir wür­de ich behaup­ten, dass dies nicht immer der Fall ist. Für das Hören der Stim­me Jesu gibt es eben kein Patentrezept.

Wenn ich eine Bezie­hung zu jeman­dem ein­ge­he, bedeu­tet das, dass ich mich auf den ande­ren ein­las­se, dass ich mit ihm gemein­sam Zeit ver­brin­ge. Bei Jesus ist das genau­so. In die­sen per­sön­li­chen Begeg­nun­gen darf ich Jesus immer wie­der dar­um bit­ten, dass er zu mir redet und ich die­ses Reden auch ver­ste­hen kann. Ich selbst habe die per­sön­li­che Erfah­rung gemacht, dass das wirk­lich funk­tio­niert. Bei dem einen mag das tat­säch­lich ganz laut und ver­nehm­bar sein, beim ande­ren ist es die Stim­me, die sein Herz erreicht. Und wenn ich dann das Reden Jesu ernst neh­me und ihm nach­fol­ge, dann habe ich die groß­ar­tigs­te Zusa­ge, die wir Chris­ten über­haupt erhal­ten kön­nen: Jesus schenkt uns das ewi­ge Leben! Ist das nicht heu­te wie­der eine mut­ma­chen­de Perspektive?

E.M.

zum Wochenspruch zum 12.04.26 (Quasimodogeniti)

»Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.« (1. Petrus 1,3)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­se leben­di­ge Hoff­nung, von der Petrus hier spricht, resul­tiert nach den Aus­sa­gen des Apos­tels durch die Auf­er­ste­hung Jesu von den Toten. Aber kann ich und kannst Du die­se leben­di­ge Hoff­nung tat­säch­lich in meinem/​deinem ganz per­sön­li­chen Leben fest­ma­chen? Spü­re ich die­se leben­di­ge Hoff­nung ange­sichts der vie­len Kri­sen in die­ser Welt in mei­nem eige­nen Leben? Oder über­la­gern die vie­len Kri­sen auf unse­rer Welt doch mei­ne Hoff­nung? Wie sieht es denn mit unse­rer Hoff­nung als Chris­ten in die­ser Welt aus?

Petrus nimmt in sei­ner Aus­sa­ge die Oster­bot­schaft auf; er spricht dar­in von einer leben­di­gen Hoff­nung, die in der Auf­er­ste­hung Jesu von den Toten begrün­det ist. Für mich ist das die groß­ar­tigs­te Bot­schaft, wel­che wir als Chris­ten­men­schen erhalten.

Aber was ver­birgt sich hin­ter die­ser Hoffnung?

Jesus hat uns durch sei­nen Tod am Kreuz und sei­ne Auf­er­ste­hung ein Ange­bot zur Ver­söh­nung mit Gott gemacht. Damit kön­nen wir Men­schen Gerech­tig­keit vor ihm erfahren.

Und die­ses Ange­bot gilt wirk­lich für alle Men­schen, selbst für den Schwer­ver­bre­cher, der neben Jesus am Kreuz hing; die­ses Ange­bot Jesu gilt auch für alle Men­schen, die im Augen­blick am Leben zu ver­zwei­feln dro­hen, für alle Benach­tei­lig­te und Unter­drück­te, für alle, die Not leiden.

Die­se leben­di­ge Hoff­nung soll uns Chris­ten­men­schen in Bewe­gung brin­gen. Ja, und die­se Hoff­nung for­dert dann auch unser ganz per­sön­li­ches Enga­ge­ment! Die­se Hoff­nung soll ver­hin­dern, dass wir uns damit abfin­den, dass unse­re Welt eben so ist, wie sie ist. Gera­de dar­um möch­te ich uns die Fra­ge stel­len: Wo ist dein, wo ist mein per­sön­li­ches Enga­ge­ment, um die­se leben­di­ge Hoff­nung, die wir durch Jesus erhal­ten haben, für ande­re Men­schen sicht­bar zu machen?

Des­halb mei­ne Ein­la­dung für heu­te: Lasst uns wie­der neu zu Mut­ma­chern, für die Men­schen aus unse­rer Umge­bung werden!

E.M.