zum Monatsspruch Oktober 2025

»Jesus Christus spricht: Das Reich Gottes ist mitten unter euch.« (Lukas 17,21b)

Sze­ne eins:

Ein sehr schö­ner Som­mer­tag, per­fekt für die Abschluss­run­de unse­rer Gemein­de­som­mer­treffs. Die Geschwis­ter der Gemein­de sind da, eine gute Andacht, gute Lau­ne und anschlie­ßen­de Gesprä­che und lecke­res Essen. Auf ein­mal blitzt es: nicht von einem Gewit­ter, son­dern zwi­schen­mensch­lich. Es kommt zwar zu kei­ner Eska­la­ti­on; doch Vor­wür­fe und Miss­ver­ständ­nis­se füh­ren den­noch zu Verletzungen.

Sze­ne zwei:

Nicht mal drei Wochen spä­ter, sind die glei­chen Geschwis­tern und noch mehr bei unse­rer Gemein­de­frei­zeit. Wie­der gibt es gute geist­li­che Impul­se, lecke­res Essen, gute Lau­ne und Gesprä­che. Dies­mal aber ist das Mit­mensch­li­che mit Lie­be, Ver­ständ­nis und Zuwen­dung zuein­an­der geprägt. Es sind 2 ½ geseg­ne­te Tage, die einem als Men­schen neue Ener­gie geben, um wie­der voll­zu­tan­ken. Denn Got­tes Wär­me in unse­ren Her­zen hat sich gezeigt; sie­he – da ist Jesus spür­bar in unse­rer Mitte.

Die­se Bestä­ti­gung ermu­tigt mich als Mensch in mei­nem All­tag und auch als Mit­christ in der Gemein­de, der wei­ten Chris­ten­ge­mein­schaft, dass unser Wochen­spruch wirk­lich wahr sein kann: »das Reich Got­tes ist mit­ten unter euch.« Wenn wir zulas­sen, dass Jesus tat­säch­lich in unse­rer Mit­te wohnt, dann kommt Wär­me in unse­re Her­zen. Wenn ich mich jedoch nur an Regeln und Vor­schrif­ten oder nur »an MICH SELBST« hal­te, dann ent­fer­ne ich mich von der uns sei­tens Jesus vor­ge­leb­ten Nächs­ten­lie­be. Und damit auch von Jesus selbst weg.

Las­set uns des­halb auf Jesus bli­cken, dann befä­higt Er uns, sein Licht in die­ser Welt zu sein.

Sze­ne drei:

Sonn­tags­got­tes­dienst auf der Frei­zeit: alle Prot­ago­nis­ten von den vor­he­ri­gen Sze­nen ste­hen zusam­men im Kreis und neh­men gemein­sam am Abend­mahl teil. Die Krö­nung einer kur­zen Geschich­te. Gut so, denn dann wis­sen wir, dass es nicht unser Ver­dienst ist, das Reich Got­tes gespürt zu haben, son­dern dass Jesus Chris­tus tat­säch­lich mit­ten unter uns wohnt. Er ver­än­dert uns, Er rei­nigt uns, Er nimmt uns mit hin­ein in Got­tes Reich.

In der Gegen­wart und auch in Ewigkeit.

Geprie­sen sei der Namen Jesu Chris­ti! Amen.

Euer Zan Ivanov

zum Wochenspruch 3. Sonntag nach Epiphanias

»Es wer­den kom­men von Osten und von Wes­ten, von Nor­den und von Süden, die zu Tisch sit­zen wer­den im Reich Got­tes.« (Lukas 13,29)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Aus allen Him­mels­rich­tun­gen wer­den Men­schen im Reich Got­tes mit dabei sein. Konn­ten wir gera­de die­se Viel­falt nicht in der Alli­anz-Gebets­wo­che ganz live erle­ben? Da waren dann Leu­te mit dabei, von denen wir es gar nicht erwar­tet hat­ten. Und war die­se Viel­falt nicht auch berei­chernd für uns?

Unmit­tel­bar vor unse­rem Wochen­spruch lesen wir, dass Jesus von einem Mann gefragt wur­de »Herr, stimmt es wirk­lich, dass nur weni­ge Men­schen geret­tet wer­den?« Jesus ant­wor­tet dar­auf­hin: »Es ist eine schma­le Tür, und ihr müsst kämp­fen, damit ihr hin­durch­ge­hen dürft. Ich ver­si­che­re euch: Vie­le, die ver­su­chen hin­ein­zu­kom­men, wer­den es nicht schaffen.«

Jesus schien es also unge­mein wich­tig zu sein, dass sei­ne dama­li­gen Zuhö­rer per­sön­lich in Got­tes neu­em Reich mit dabei sind. Des­halb for­dert Jesus sogar auf, dar­um zu kämp­fen! Für mich als Chris­ten­mensch heu­te heißt das, dass ich mich dar­um bemü­hen soll um auch wirk­lich dabei zu sein.

Der Theo­lo­ge Klaus Ber­ger über­setzt unse­ren Wochen­spruch, dass wir an der Tafel in Got­tes neu­em Reich Platz neh­men. Wir wer­den damit dann mit Jesus und Gott gemein­sam essen.

Ist das nicht ein abso­lut erstre­bens­wer­ter Gedan­ke, an die­sem Ort mit dabei sein zu dürfen?

E. M.