»Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!« Galater 5,1
FreiÂheit klingt nach Urlaub, WeiÂte, durchÂatÂmen könÂnen. Nach einem Leben ohne Druck und ohne stänÂdiÂge ErwarÂtunÂgen. Doch im AllÂtag fühlt sich das oft anders an. TerÂmiÂne jagen uns, VerÂgleiÂche setÂzen uns unter Stress, und innerÂlich hören wir dieÂse StimÂme: Du musst mehr leisÂten. Du musst besÂser sein. Du musst genügen.
Genau hier setzt PauÂlus an. Er erinÂnert uns: ChrisÂtus hat uns befreit. Nicht: Streng dich mehr an, dann wirst du frei. Nicht: WerÂde erst gut genug. SonÂdern: Es ist schon gescheÂhen. Jesus hat am Kreuz alles getraÂgen – Schuld, VerÂsaÂgen, Angst. Wir müsÂsen uns GotÂtes LieÂbe nicht verÂdieÂnen. Wir haben sie längst.
Und trotzÂdem rutÂschen wir schnell zurück in alte MusÂter. Wir machen unseÂren GlauÂben zu einer To-do-LisÂte. Mehr beten, mehr schafÂfen, alles richÂtig machen. UnbeÂmerkt wird aus VerÂtrauÂen wieÂder Druck. Aus FreuÂde wird Pflicht. PauÂlus nennt das ein Joch; etwas, das schwer auf den SchulÂtern liegt und uns klein macht.
DarÂum sein klaÂrer AufÂruf: »Steht fest!« Bleibt in der FreiÂheit. Lasst euch nichts andeÂres einÂreÂden, auch nicht von euren eigeÂnen Gedanken.
ChristÂliÂche FreiÂheit heißt: Ich darf unperÂfekt sein. Ich darf FehÂler machen und neu anfanÂgen. Ich muss mich nicht stänÂdig verÂgleiÂchen. Mein Wert hängt nicht an meiÂner LeisÂtung, sonÂdern an GotÂtes LieÂbe. Und die steht fest.
Wer das glaubt, lebt anders. EntÂspannÂter. DankÂbaÂrer. MutiÂger. Nicht getrieÂben, sonÂdern getragen.
VielÂleicht gibt es heuÂte etwas, das dich innerÂlich fesÂselt – SorÂgen, Schuld oder der Anspruch, immer stark sein zu müsÂsen. Bring es bewusst zu ChrisÂtus. Er hat dich nicht für ein Leben im Druck befreit, sonÂdern für ein Leben in Vertrauen.
Geh durch dieÂsen Tag mit erhoÂbeÂnem Kopf. Du bist kein Knecht mehr. Du bist GotÂtes geliebÂtes Kind – frei.
Amen
L. Oe.