Gott soll dir Tau vom HimÂmel schenÂken und deiÂnem Boden FruchtÂbarÂkeit, Korn und Wein im ÜberÂfluss. (Basis Bibel)
Egal wie gut oder schlecht ein GotÂtesÂdienst war, verÂlasÂsen wir ihn doch immer als GesegÂneÂte. Am Ende unseÂrer sonnÂtägÂliÂchen ZusamÂmenÂkunft wird uns der Segen GotÂtes zugeÂsproÂchen. Jemand – meist der/
So empÂfing auch Jakob den Segen seiÂnes Vaters Isaak. Es war ein besonÂdeÂrer Segen, der von GeneÂraÂtiÂon zu GeneÂraÂtiÂon an das zukünfÂtiÂge FamiÂliÂenÂoberÂhaupt weiÂterÂgeÂgeÂben wurÂde. Tau und fruchtÂbaÂrer Boden, gute ErträÂge – für die damaÂliÂgen NomaÂden war das der InbeÂgriff von Lebensqualität.
Aber regt sich in uns nicht WiderÂstand, wenn wir dieÂse ZeiÂlen lesen? Zuerst bringt Jakob seiÂnen älteÂren BruÂder Esau um sein ErstÂgeÂburtsÂrecht und dann stiehlt er ihm – angeÂstifÂtet von seiÂner MutÂter RebekÂka – den Segen des ErstÂgeÂboÂreÂnen. Jakob betrügt auf hinÂterÂhälÂtiÂge Art seiÂnen Vater Isaak, lügt ihm eisÂkalt ins Gesicht. Und empÂfängt den Segen, der ihm eigentÂlich nicht zusteht.
Und denÂnoch ist und bleibt er der GesegÂneÂte. Isaak kann den Segen nicht mehr zurückÂnehÂmen, als Esau erscheint und der Betrug aufÂfliegt. Segen ist unwiÂderÂrufÂlich. Der Segen GotÂtes ist ein Geschenk, unabÂhänÂgig davon, ob wir es verÂdient haben oder nicht. HerÂausÂforÂdernd? Ja, aber auch tröstÂlich. Auch wenn wir scheiÂtern, wenn wir unseÂren MaßÂstäÂben nicht gerecht werÂden, wenn wir in einer SackÂgasÂse lanÂden oder den ErwarÂtunÂgen nicht genüÂgen: Wir sind gesegÂnet! SegÂnen ist bis heuÂte GotÂtes groÂße LeiÂdenÂschaft. Er möchÂte uns aus seiÂner FülÂle schenÂken. Das Gute, das über einem Leben ausÂgeÂsproÂchen wurÂde, kann nicht aufÂgeÂhoÂben werden.
Für Jakob war es noch ein weiÂter Weg durch Höhen und TieÂfen und durch ein lanÂges, abenÂteuÂerÂliÂches und gesegÂneÂtes Leben, bis er den Tau des HimÂmels und das Fett der Erde, auch Korn und Wein in FülÂle bekam. Aber Gott hat ihn nicht entÂtäuscht. Und bis heuÂte verÂsiegt GotÂtes SegensÂstrom nicht. Wir müsÂsen – dürÂfen – uns nur dieÂsem Strom ausÂsetÂzen, mit allen UnzuÂlängÂlichÂkeiÂten, die an uns hafÂten. In dieÂsem SinÂne: Seid gesegnet!
VioÂla Liebern