Andacht zum Wochenspruch drittletzter Sonntag im Kirchenjahr

»Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.«
(Matthäus 5,9)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Was für eine groß­ar­ti­ge Zusa­ge liegt in die­ser Aus­sa­ge von Jesus!

Gott wird alle die­je­ni­gen sei­ne Kin­der nen­nen, die Frie­den stiften.

Als ich die­sen Wochen­spruch gele­sen habe, habe ich mich gefragt, »wie häu­fig bin ich die­ser Frie­dens­stif­ter von dem Jesus hier spricht.« Oder anders her­um aus­ge­drückt, »wie häu­fig stif­te ich eher Unfrie­den als Frieden?«

Beim Nach­den­ken über die­se Aus­sa­ge Jesu habe ich für mich sehr rasch fest­stel­len müs­sen, dass ich mit mei­nen mensch­li­chen Anstren­gun­gen hier ganz schnell an mei­ne eige­nen Gren­zen gelan­ge und immer wie­der an die­sem Anspruch scheitere.

Pau­lus sagt uns in Ephe­ser 4, dass wir als Chris­ten den alten Men­schen abstrei­fen und den neu­en Men­schen anzie­hen sol­len. Unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley nennt die­sen Pro­zess bei uns Men­schen »Hei­li­gung«.

Heu­te möch­te ich uns wie­der neu­en Mut machen, dem Vor­bild von Jesus in jeder Minu­te unse­res Lebens nach­zu­ei­fern. Für mich selbst möch­te ich des­halb dafür beten, dass ich Jesus immer mehr ähn­li­cher wer­de und ich dadurch dann auch zu solch einem Frie­dens­stif­ter wer­den kann.

E. M.