zum Monatsspruch August 2026:

»Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.«
(Johannes 10,10)

Zu Jesu Zeit gab es oft zu wenig; Man­gel­zei­ten. Zu wenig Nah­rung, zu wenig Regen fürs Getrei­de, zu wenig Fut­ter für das Vieh. Wenn es hier also um die Fül­le geht, die Jesus bringt, dann geht es nicht um eine Fül­le an Lebens­mit­teln, son­dern viel­mehr um eine Fül­le an Leben.

Das ist fun­da­men­tal neu und anders. Heu­te haben wir oft mehr als genug von allem, ein (zu) gro­ßer Teil unse­rer Lebens­mit­tel wird weg­ge­wor­fen, weil sie schlecht wer­den. Trotz­dem emp­fin­den vie­le einen Man­gel an Leben. Denn das, was uns wie Leben erscheint, Sozia­le Medi­en, flüch­ti­ge Kon­tak­te, das ist so fahl wie es erscheint. Wer von den Face­book-Freun­den wür­de uns wirk­lich hel­fen, wenn wir Hil­fe bräuchten?

Mei­ne The­se: Wirk­li­ches Leben für uns Men­schen gibt es in der Gemein­schaft mit Gott. Denn wir sind als sei­ne Gegen­über geschaf­fen. Wenn wir von ihm ent­frem­det leben, dann leben wir an sich ent­frem­det. Damit fehlt uns etwas, auf das hin wir gemacht und gedacht sind. – Man­che mer­ken das, ande­re nicht. Leben in Fül­le ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Es kommt nicht, wenn wir vie­les haben, son­dern wenn wir alles haben, das wich­tig und essen­ti­ell ist: Gute Gemein­schaft mit Gott, ein ver­söhn­tes Ver­hält­nis zu uns selbst und zu anderen.

F. W.