zum Monatsspruch Mai 2026

»Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.« (Hebräer 6,19)

Der Hebrä­er­brief wur­de geschrie­ben, um eine Grup­pe von Chris­ten zu ermu­ti­gen, die ihrem Glau­ben trotz Ver­fol­gung treu geblie­ben waren, aber im Lau­fe der Zeit ent­mu­tigt waren und deren Glau­be zu schwan­ken begann. Der Schrei­ber des Brie­fes lobt Jesus als nach­zu­ah­men­des Vor­bild und er erteilt den Gläu­bi­gen in der Gemein­de War­nun­gen und Ermah­nun­gen. Jesus war durch gro­ßes Lei­den in die Herr­lich­keit ein­ge­gan­gen und hat­te einen Weg berei­tet, dem ande­re nach­fol­gen soll­ten. Die­ser Brief gilt den Chris­ten all­ge­mein, die ihre ers­te Begeis­te­rung ver­lo­ren hat­ten und in der zwei­ten, drit­ten Gene­ra­ti­on lebten.

Die Hoff­nung wird als Anker dar­ge­stellt, ein kraft­vol­les Bild, das sei­ne Rol­le bei der Bereit­stel­lung von Sta­bi­li­tät und Sicher­heit für unse­re See­len ver­an­schau­licht. So wie ein Anker ein Schiff dar­an hin­dert, in stür­mi­schen Gewäs­sern abzu­drif­ten, hält uns die Hoff­nung inmit­ten der Unsi­cher­hei­ten und Stür­me des Lebens geer­det. Die­se Hoff­nung basiert nicht auf flüch­ti­gen Wün­schen, son­dern ist eine fes­te Gewiss­heit, die in den Ver­hei­ßun­gen Got­tes ver­wur­zelt ist. Der Ver­weis auf das inne­re Hei­lig­tum hin­ter dem Vor­hang weckt das Bild des Aller­hei­ligs­ten im alten jüdi­schen Tem­pel, dem hei­ligs­ten Raum, in dem die Gegen­wart Got­tes wohn­te. Dies deu­tet dar­auf hin, dass unse­re Hoff­nung uns direkt mit dem Gött­li­chen ver­bin­det und ein Gefühl von Frie­den und Gewiss­heit bie­tet, das über irdi­sche Umstän­de hinausgeht.

Der Vers ermu­tigt uns Gläu­bi­ge, auf Got­tes Ver­hei­ßun­gen zu ver­trau­en, die so unbe­weg­lich sind wie ein Anker. Die­se Hoff­nung ist sowohl fest als auch sicher, zuver­läs­sig und wird uns nicht im Stich las­sen. Sie lädt uns ein, über die Stär­ke und Gewiss­heit unse­res Glau­bens nach­zu­den­ken und uns zu ermu­ti­gen, auf unse­rem geist­li­chen Weg wei­ter zu wach­sen und stand­haft zu blei­ben. Indem wir unse­re See­len in der Hoff­nung ver­an­kern, kön­nen wir die Her­aus­for­de­run­gen des Lebens mit Zuver­sicht meis­tern, da wir an etwas Ewi­gem und Unver­än­der­li­chem gebun­den sind.

Seit jeher sym­bo­li­siert der Anker Treue, Ver­läss­lich­keit und Ver­bun­den­heit. Lasst uns die­ses Bild eines wirk­lich gro­ßen und meh­re­re Ton­nen schwe­ren Ankers vor Augen haben, der unver­rück­bar am Mee­res­bo­den liegt und unser Leben festhält.

S. Schü­ring

Themenpredigt: »Was kommt nach dem Tod?« Frank Weber, Ewigkeitssonntag 2024

Die The­men­pre­digt am Ewig­keits­sonn­tag geht auf die Fra­ge ein, was nach unse­rem Tod kommt. Sie fußt auf dem Pre­digt­text aus Mat­thä­us 25,1 – 13 und berück­sich­tigt den Wochen­spruch aus Lukas 12,35.

Hier kann die Pre­digt nach­ge­hört werden:

nachgedacht zum Monatsspruch April 2024

»Seid stets bereit, jedem Rede und Ant­wort zu ste­hen, der von euch Rechen­schaft for­dert über die Hoff­nung, die euch erfüllt.« (1. Petrus 3,15)

Ein Rezept: Neu­lich hat mich ein älte­rer Bru­der auf Pas­tor Wil­helm Busch auf­merk­sam gemacht. Dabei fiel mir sofort eine sei­ner Ent­geg­nun­gen ein, die ihm die Gesprächs­part­ner nann­ten: »Herr Busch, egal mit wel­chem The­ma Sie anfan­gen, Sie enden immer mit Jesus.« Lie­be Geschwis­ter in Jesus Chris­tus, ist das nicht herr­lich? Immer auf Jesus zurück zu kom­men. Prima.

Ist es nicht auch eine schö­ne Übung, die vie­le Kapi­teln von dem Buch Pre­di­ger zu lesen, und auf die uns dar­in begeg­nen­den Melan­cho­lie mit Jesus zu ant­wor­ten? Dann haben wir die rich­ti­ge Ant­wort für mög­li­cher­wei­se alle Lebens­si­tua­tio­nen gefunden.

Die Suche nach dem Sinn des Lebens eines der schlaus­ten Men­schen jemals, beant­wor­tet mit der Quel­le des leben­di­gen Was­sers. Prima.

Seid alle­zeit bereit für Ver­ant­wor­tung vor jeder­mann, der von euch Rechen­schaft for­dert über die Hoff­nung, die in euch ist. (1. Petrus 3,15)

Mei­ne Rea­li­tät: Sieht die­se wirk­lich so für mich aus?
Sehr ver­ein­facht gesagt, rich­tig moti­vie­rend, und den­noch schwie­rig umzu­set­zen. Ich las­se mich in mei­nem All­tag ertap­pen; von vie­len Auf­ga­ben aus der Ruhe brin­gen, von vie­len Nach­rich­ten und Mei­nun­gen (indi­rekt) len­ken, von lau­ter Din­gen kom­plett ablenken.

Ich seh­ne mich manch­mal nach einem Ich wie Pau­lus vor Agrip­pa, und den­noch ist mei­ne Rea­li­tät die sub­ti­le, nie­der­schwel­li­ge Nach­gie­big­keit mei­nes Ichs.

Mein Jesus! Wenn Jesus bei mir ist, kann ich auch die schwie­rigs­ten Dis­kus­sio­nen durch­hal­ten, die trau­ri­gen Momen­te mit Hoff­nung anse­hen, den Fun­ken der Freu­de von Chris­tus auf den ande­ren über­sprin­gen las­sen. Dann fürch­te ich das Dro­hen der Men­schen nicht mehr; viel­mehr erken­ne ich in mei­nem inners­ten Wil­len, in mei­nem Her­zen, dass ich Chris­tus gehö­re. Und das macht mich und uns frei, jeder­mann Rechen­schaft über den christ­li­chen Glau­ben geben zu können.

Manch­mal begeg­nen wir nur einer begrenz­ten Zahl von Men­schen um uns her­um. Kei­ne staat­li­chen Hohei­ten oder Suchen­den. Den­noch bist Du, lie­be Schwes­ter, lie­ber Brü­der, ein­ge­la­den, in die­sem Monat über die Hoff­nung des Evan­ge­li­ums, die in uns ist, neu zu erzäh­len. Unser Jesus Chris­tus wird dir und mir die rich­ti­gen Wor­te, zu pas­sen­den Zeit und an pas­sen­der Stel­le, geben.

Euer Z. I.