zum Wochenspruch 17. Mai 2026

»Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.« (Johannes 12,32)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­se Rund­mail erscheint auf­grund des Him­mel­fahrt­ta­ges schon etwas eher!

Mor­gen woll­ten wir als Bezirk die­sen Tag in Mari­en­wer­der gemein­sam fei­ern. Dies lässt das Wet­ter lei­der nicht zu.

Und genau von die­sem Ereig­nis spricht Jesus in unse­rem Wochen­spruch. Ich emp­fin­de in die­ser Aus­sa­ge von Jesus »so will ich alle zu mir zie­hen« eine ganz tol­le Moti­va­ti­on. Er adres­siert die­se Aus­sa­ge an sei­ne Nach­fol­ger. Jesus will sie für die vor ihnen lie­gen­de Zukunft ermu­ti­gen und sie damit auch stärken.

Nach Jesu Tod und Auf­er­ste­hung haben die Jün­ger vor 2.000 Jah­ren die Him­mel­fahrt von Jesus live und in Far­be mit­er­le­ben dür­fen. Und genau zu die­sen Jün­gern hat­te Jesus eini­ge Wochen zuvor die­sen Satz aus unse­rem Wochen­spruch gesagt.

Die­se an sei­ne Jün­ger gerich­te­te Aus­sa­ge gilt auch für uns Chris­ten heu­te noch ganz per­sön­lich. Jesus ver­spricht uns dar­in die­se exklu­si­ve Gemein­schaft mit Gott.

Ich per­sön­lich fin­de das groß­ar­tig. Und genau dar­über dür­fen wir uns heu­te freuen!

E.M.

Himmelfahrt und Pfingsten: Aufbruch der Christenheit…

Das lee­re Grab warf alles Vor­he­ri­ge über den Hau­fen. Die Frau­en, die Jün­ger, sie erleb­ten das Undenk­ba­re: Dass es nach dem Tod wei­ter­ging, dass der Auf­er­stan­de­ne ihnen begeg­ne­te. Erst den Frau­en, dann ein­zel­nen Jün­gern (Johan­nes, Petrus, den Emma­us-Jün­gern), dann allen und schließ­lich, wie Pau­lus im 1. Korin­ther­brief schreibt (1.Kor.15,6), über fünf­hun­dert Leu­ten auf ein­mal, von denen die meis­ten (zur Zeit, als Pau­lus an die Korin­ther schrieb) noch leb­ten. – Die hät­te man also fra­gen können.

Unglaub­lich? Zumin­dest sehr erstaun­lich. So aber ist das mit Ereig­nis­sen, die ein­ma­lig sind. Für oder gegen die­se spricht kei­ne Wahrscheinlichkeit.

Die Geschich­te ging jeden­falls nach Jesu Tod wei­ter, nach der Auf­er­ste­hung folg­te die­se Zwi­schen­zeit von vier­zig Tagen bis Him­mel­fahrt. – Anschlie­ßend nahm die Chris­tus­be­we­gung dann ab Pfings­ten rich­tig Fahrt auf. Dar­um fei­ern wir Pfings­ten als Geburts­tag der Kir­che: Aus den ver­schreck­ten Jün­gern, gewe­se­nen Fischern, Zöll­nern, Auf­stän­di­schen usw., wur­den Apos­tel, geschick­te Gesand­te, die das Evan­ge­li­um in die Welt trugen.

Dar­um fin­de ich es so scha­de, wenn von Him­mel­fahrt nur noch ein Vater­tags-Aus­flug mit alko­ho­li­schen Geträn­ken bleibt und kaum jemand mehr weiß, dass es Pfings­ten um die Gabe (»Aus­gie­ßung«) des Hei­li­gen Geis­tes ging. – Denn: Ohne dies wäre der Glau­be an Jesus als den Chris­tus ein längst ver­ges­se­nes loka­les Ereig­nis geblie­ben. So aber ist Got­tes Geist es, der bis heu­te alle Kir­chen, Gemein­den und auch jeden Chris­ten­men­schen antreibt. Gut so! Gott-sei-Dank!

F. W.