zum Wochenspruch zum 2. Sonntag der Passionszeit (1. März 2026)

»Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.« (Römer 5,8)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Nach unse­ren klas­si­schen Wert­vor­stel­lun­gen als Men­schen in Mit­tel­eu­ro­pa stellt der Mensch etwas dar, wenn er etwas (Beson­de­res) geleis­tet hat. Damit wird er für ande­re Men­schen und für unse­re Gesell­schaft wich­tig. Anders aus­ge­drückt bedeu­tet dies: ein Mensch ist dann etwas wert, wenn er etwas hat oder etwas Beson­de­res leis­tet; wenn er z.B. genug Geld oder ande­ren Besitz vor­zu­wei­sen hat oder sich beson­ders kari­ta­tiv für ande­re einsetzt.

Pau­lus zeigt uns mit sei­ner Aus­sa­ge im Römer­brief eine exakt gegen­sätz­li­che Per­spek­ti­ve von Gott auf. Und damit stellt er mit die­ser Aus­sa­ge unser mensch­li­ches Den­ken und damit unse­re Wer­te­vor­stel­lun­gen völ­lig auf den Kopf! Wir lesen hier im Brief an die Gemein­de in Rom, dass wir Men­schen von Gott Gelieb­te sind, ohne dass wir selbst jemals etwas dazu bei­getra­gen hätten.

Des­halb möch­te ich uns die­sen Satz noch­mals ganz beson­ders vor Augen führen:
Du bist von Gott geliebt! Du musst nichts Beson­de­res leis­ten, Du muss nicht viel Geld oder viel Anse­hen besit­zen und Du musst auch kei­ne beson­de­re Bedeu­tung in die­ser Gesell­schaft besit­zen! Genau das Gegen­teil ist der Fall!

Jesus sagt zu Dir ohne Vor­be­din­gung »ich lie­be Dich!« Die­se Lie­be gilt jetzt und heu­te; die­se Lie­be ist ohne jede Vor­be­din­gung für Dich! Jesus ist am Kreuz vor 2.000 Jah­ren gestor­ben und das gilt heu­te genau­so wie damals, als Pau­lus die­se Aus­sa­ge in sei­nem Brief an die Römer getrof­fen hat.

Ich emp­fin­de die­se Per­spek­ti­ve als abso­lut mutmachend!

E. M.