zum Wochenspruch 11. Oktober 2026

»Heile du mich HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.« (Jeremia 17,14)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Für mich spricht aus die­sem Bibel­vers sehr viel Hoff­nung und das Zutrau­en, dass Gott dem Pro­phe­ten Jere­mia auch tat­säch­lich hel­fen wird.
Wenn wir jedoch den Kon­text die­ses Bibel­ver­ses etwas näher anschau­en, dann ent­de­cken wir sehr schnell, dass die­se Aus­sa­ge aus unse­rem Wochen­spruch Teil einer Kla­ge des Jere­mia ist.

Er muss wohl extrem, oft bis zum Rand der Ver­zweif­lung, dar­un­ter gelit­ten haben, dass das gan­ze Volk Isra­el Gott den Rücken zuge­kehrt hat.
Aber Jere­mia weiß, von wem er Hil­fe erwar­ten kann: von sei­nem Gott!
Und auf die­sen Gott baut er voll und ganz.

Ich möch­te uns heu­te dazu ermun­tern, uns Jere­mia zum Vor­bild zu nehmen:
Wen wir das Buch Jere­mia lesen, dann kön­nen wir fest­stel­len, dass er häu­fig an den Rand sei­ner Kräf­te gekom­men ist. Und manch­mal ver­stand er dann ein­fach auch nicht Got­tes Handeln.

Aber eine Tat­sa­che zieht sich durch das Buch Jere­mia wie ein roter Faden: Er blieb immer mit Gott ver­bun­den und sei­nem Gott treu.

Des­halb möch­te ich uns heu­te alle dazu ein­la­den, wie­der ganz neu mit dem Pro­phe­ten Jere­mia zu spre­chen »hei­le du mich Herr, so wer­de ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.«

E. M.

zum Monatsspruch Oktober 2026

»Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!« Galater 5,1

Frei­heit klingt nach Urlaub, Wei­te, durch­at­men kön­nen. Nach einem Leben ohne Druck und ohne stän­di­ge Erwar­tun­gen. Doch im All­tag fühlt sich das oft anders an. Ter­mi­ne jagen uns, Ver­glei­che set­zen uns unter Stress, und inner­lich hören wir die­se Stim­me: Du musst mehr leis­ten. Du musst bes­ser sein. Du musst genügen.

Genau hier setzt Pau­lus an. Er erin­nert uns: Chris­tus hat uns befreit. Nicht: Streng dich mehr an, dann wirst du frei. Nicht: Wer­de erst gut genug. Son­dern: Es ist schon gesche­hen. Jesus hat am Kreuz alles getra­gen – Schuld, Ver­sa­gen, Angst. Wir müs­sen uns Got­tes Lie­be nicht ver­die­nen. Wir haben sie längst.

Und trotz­dem rut­schen wir schnell zurück in alte Mus­ter. Wir machen unse­ren Glau­ben zu einer To-do-Lis­te. Mehr beten, mehr schaf­fen, alles rich­tig machen. Unbe­merkt wird aus Ver­trau­en wie­der Druck. Aus Freu­de wird Pflicht. Pau­lus nennt das ein Joch; etwas, das schwer auf den Schul­tern liegt und uns klein macht.

Dar­um sein kla­rer Auf­ruf: »Steht fest!« Bleibt in der Frei­heit. Lasst euch nichts ande­res ein­re­den, auch nicht von euren eige­nen Gedanken.

Christ­li­che Frei­heit heißt: Ich darf unper­fekt sein. Ich darf Feh­ler machen und neu anfan­gen. Ich muss mich nicht stän­dig ver­glei­chen. Mein Wert hängt nicht an mei­ner Leis­tung, son­dern an Got­tes Lie­be. Und die steht fest.

Wer das glaubt, lebt anders. Ent­spann­ter. Dank­ba­rer. Muti­ger. Nicht getrie­ben, son­dern getragen.

Viel­leicht gibt es heu­te etwas, das dich inner­lich fes­selt – Sor­gen, Schuld oder der Anspruch, immer stark sein zu müs­sen. Bring es bewusst zu Chris­tus. Er hat dich nicht für ein Leben im Druck befreit, son­dern für ein Leben in Vertrauen.

Geh durch die­sen Tag mit erho­be­nem Kopf. Du bist kein Knecht mehr. Du bist Got­tes gelieb­tes Kind – frei.

Amen

L. Oe.

zum Wochenspruch 27. Sept. 2026

»Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.« (1. Johannes 5,4c)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Mit hoher Wahr­schein­lich­keit herrsch­ten bei den dama­li­gen Emp­fän­gern die­ses Brie­fes (Juden­chris­ten) gro­ße inter­ne Aus­ein­an­der­set­zun­gen: die Gemein­den hat­ten sehr mit einer Ver­mi­schung des Evan­ge­li­ums mit den reli­giö­sen Vor­stel­lun­gen der dama­li­gen Zeit zu kämp­fen. Man­che began­nen zu hin­ter­fra­gen, ob Jesus wirk­lich ein Mensch gewe­sen sein soll. Die Fra­ge »wie kann das sein, dass Gott zugleich ein Mensch ist« trieb die Men­schen sei­ner­zeit um.

Der Ver­fas­ser des Brie­fes (sehr wahr­schein­lich der Apos­tel Johan­nes) stemmt sich mit aller sei­ner Kraft gegen die­se Irr­leh­re. Jesus war ganz Mensch und er war auch ganz Gott; so schreibt er es in die­sem Brief. Und er kann das auch selbst als Apos­tel und auch als Augen­zeu­ge bestätigen.

Und so kommt er zu die­ser Erkennt­nis: der unver­fälsch­te Glau­be an Jesus kann und wird alles ver­än­dern; vor allem kann er auch unse­re mensch­li­chen Vor­stel­lun­gen über Gott ins rich­ti­ge Licht rücken.

Der Theo­lo­ge Klaus Ber­ger über­setzt die­sen Vers 4 wie folgt: »Denn alles, was von Gott her­kommt, hat so viel Kraft, dass es die Welt besie­gen kann. Und der Sieg über die Welt wird uns durch unse­ren Glau­ben geschenkt«.

Für mich ist es daher wirk­lich Mut machend, dass wir Chris­ten auch heu­te dür­fen mit die­ser Kraft genau­so rech­nen kön­nen, wie die Chris­ten damals vor 2.000 Jahren.

E. M.

zum Wochenspruch 13. September 2026

»Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.« (1. Petrus 5,7)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Alle Sor­gen, die gro­ßen und die klei­nen, ja wirk­lich alles was uns bedrückt, quält, ängs­tigt oder Not macht, alle die­se Sor­gen, die sol­len wir vor unse­ren gro­ßen Gott brin­gen. So schreibt dies zumin­dest Petrus in sei­nem Brief.

Doch wie gehe ich in mei­nem All­tag mit die­ser Aus­sa­ge des Petrus um?

Da sind zum einen die Din­ge, von denen ich glau­be, dass ich sie selbst pro­blem­los regeln kann. Aber ich habe dabei fest­ge­stellt, dass es mir und auch mei­ner See­le hel­fen kann, wenn ich auch die­se Din­ge vor mei­nem Gott bringe.

Und dann sind da die gro­ßen Din­ge (z.B. Krank­heit, Ein­sam­keit, gro­ße Sor­gen u.v.m), die mir wirk­lich Not berei­ten. Im Augen­blick erle­be ich gera­de eine Situa­ti­on, wo ich den Ein­druck habe, dass alles geballt auf mich zuströmt. Und hier ist es für mich unglaub­lich toll zu wis­sen, dass ich in unse­rem klei­nen Haus­kreis zahl­rei­che Mit­be­ter habe, wel­che die­ses Anlie­gen gemein­sam vor mei­nen Gott bringen.

Aber auch alle The­men, die in unse­ren bei­den Gemein­den der­zeit anste­hen, dür­fen wir Gott in unse­ren Gebe­ten sagen. Wie wird es wei­ter­ge­hen auf unse­rem Bezirk, wenn man­che Mit­ar­bei­ter ab dem kom­men­den Jahr etwas kür­zer tre­ten wer­den? Ich möch­te uns heu­te ganz beson­ders dazu ermu­ti­gen, die­se Unge­wiss­heit Gott mit­zu­tei­len und dann auch dar­auf zu ver­trau­en, dass er die Lösun­gen bereits dafür kennt.

In jeder Situa­ti­on dür­fen wir uns immer wie­der vor Augen füh­ren, dass Gott alle unse­re Gebe­te hört; egal wie wir die­se aus­spre­chen, egal wo wir gera­de sind und auch ganz egal wie wir uns gera­de fühlen.

Mit die­ser Tat­sa­che möch­te ich heu­te allen wie­der ganz beson­ders Mut machen, zu beten und alle unse­re Anlie­gen unse­rem Gott zu benennen.

E. M.

zum Wochenspruch 6. September 2026

»Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.« (Psalm 103,2)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Wenn ich die­sen Bibel­vers höre, klingt bei mir fast immer das Lied dazu im Kopf, bei wel­chem wir Stro­phen und Refrain im Kanon dazu sin­gen können.

Aber wie sieht das nun tat­säch­lich in mei­nem All­tag bei mir aus? Kann ich zu jeder Zeit mei­nen Gott loben, gera­de viel­leicht auch in Zei­ten, in denen es mir nicht gut geht?

Ich muss geste­hen, dass obwohl ich die Ver­hei­ßung ken­ne, das häu­fig bei mir eben nicht so ist. Und häu­fig fra­ge ich dann Gott, war­um es gera­de so knüp­pel­di­cke für mich kommt.

In den dar­auf­fol­gen­den Ver­sen unse­res Psalms lesen wir eine Begrün­dung für die­se Auf­for­de­rung zum Lob: »der dir alle dei­ne Sün­den ver­gibt und hei­let alle dei­ne Gebre­chen, der dein Leben vom Ver­der­ben erlöst, der dich krö­net mit Gna­de und Barmherzigkeit.«

Heu­te möch­te ich dich und mich dazu ermun­tern, wie­der ein­mal den Psalm 103 in Eurer Bibel auf­zu­schla­gen und dann kom­plett in aller Ruhe und Stil­le zu lesen.

Und in der Tat: Wenn ich das tue, dann spü­re ich so viel Lob und Dank­bar­keit Gott gegen­über in mei­nem Her­zen, dass ich gar nicht anders kann, als das Lied anzu­stim­men »Lobe den Herrn, mei­ne See­le, und sei­nen hei­li­gen Namen. Was er dir Gutes getan hat, See­le ver­giss es nicht. Amen!«

E. M.

zum Monatsspruch September 2026

»Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.« (Prediger 4,6)

Ein Vers aus dem Pre­di­ger, der zunächst stört, ver­mut­lich weil unge­wohn­te Wor­te mit­ein­an­der in Zusam­men­hang gebracht werden.
Ich möch­te zunächst die Sub­stan­ti­ve betrachten:

Mit Hand ver­bin­de ich seg­nen­de Hän­de, Hän­de, die lei­ten und füh­ren, Lie­ben­de geben sich die Hand und wir geben uns in Deutsch­land zur Begrü­ßung oft die Hand. Sie sind ein Zei­chen für Nähe und Zuwen­dung. Die Ruhe steht für mich für die Gegen­wart Got­tes, der Jere­mia in der Stil­le begeg­net. Wir Men­schen benö­ti­gen inne­re und äuße­re Ruhe, um die Stim­me Got­tes hören zu kön­nen – eine Her­aus­for­de­rung in unse­rer heu­ti­gen oft lau­ten Welt. Mit der Rede­wen­dung „Eine Hand voll Ruhe“ ist auf jeden Fall etwas sehr Posi­ti­ves gemeint.

Die Fäus­te ste­hen dage­gen für Gewalt und Zer­stö­rung. Ich habe aus Fäus­ten noch nichts Posi­ti­ves und Neu­es ent­ste­hen sehen, eher oft das Gegen­teil. Aller­dings wird eine gewis­se Wehr­haf­tig­keit auch in der Bibel oft posi­tiv beschrie­ben. Die Mühe ken­nen wir lei­der von unse­rem All­tag, wenn die Last der Arbeit und Sor­gen uns bedrückt. Aller­dings ist die Mühe manch­mal auch eine wich­ti­ge Zwi­schen­etap­pe für etwas sehr Erfreu­li­ches: Wer kennt nicht die Mühe eines Berg­auf­stie­ges, um sich dann von dem Pan­ora­ma über­wäl­ti­gen zu las­sen? Die »bei­den Fäus­te voll Mühe« hören sich nicht erstre­bens­wert an, wir ver­su­chen sicher­lich alle, sie zu vermeiden.

Bleibt der Wind: Ein ver­gäng­li­cher Zustand, der uns im Som­mer oft erfrischt oder mit der Wind­kraft Ener­gie schenkt. Auch Gott begeg­net uns in der Bibel im Säu­seln des Win­des. Was ist aber mit »Haschen nach Wind« gemeint? Wir kön­nen den Wind nicht ein­fan­gen und kon­ser­vie­ren, dies ist eine ver­geb­li­che Mühe. Wind ist Bewe­gung und Ener­gie, die nicht fest­ge­hal­ten wer­den kann, wir kön­nen das Blatt im Wind fest­hal­ten, aber nicht den Wind, dar­an wer­den wir schei­tern und verzweifeln.

Für mich stellt der Vers die Fra­ge, wie wir, wie ich leben will. Was ist mir wich­tig? Wie begeg­ne ich ande­ren Men­schen und wie gestal­te ich mei­nem All­tag? Mit offe­nen Hän­den oder mit Fäus­ten? Was bleibt und erfüllt mich und führt zu einem gelin­gen­den Leben? Sicher­lich nicht das ver­geb­li­che Haschen nach dem ver­gäng­li­chen Wind, son­dern viel­leicht die Suche nach einem fes­ten Fun­da­ment, auf das ich mein Leben bau­en kann, auch wenn der Wind stür­misch weht.

Ch. Str.

zum Wochenspruch 30. August 2026

»Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.« (Matthäus 25,40b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Mit die­ser Aus­sa­ge möch­te uns Jesus in die Not der Men­schen mit hin­ein­neh­men. Egal ob da Krank­heit, Trau­er, All­tags­sor­gen etc. sind: er ver­pflich­tet uns als Chris­ten­men­schen. Er möch­te, dass wir an den Nöten unse­rer Mit­men­schen nicht ein­fach vor­bei­ge­hen, son­dern aktiv Hil­fe leisten.

Genau das bringt unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley mit dem Stich­wort »Heiligung«auf den Punkt: Ein Glau­be an Gott und ein Glau­be an Jesus soll sich regel­mä­ßig an unse­rem akti­ven Tun zeigen.

Heu­te möch­te ich uns daher ganz bewusst dazu fra­gen: Wo bin ich und wo bist Du gefor­dert, einem in per­sön­li­che Not gera­te­nen Men­schen unter die Arme zu grei­fen und für ihn zu einer Hil­fe­stel­lung zu werden?

Ich möch­te uns des­halb dazu ermu­ti­gen, die Nöte unse­rer Mit­men­schen mit offe­nen Augen zu ent­de­cken und ihnen dann auch zu hel­fen. Wir tun es für Jesus!

E. M.

zum Wochenspruch zum 23. August 2026

»Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.« (Jesaja 42,3a)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­ses Zitat aus Jesa­ja nimmt Jesus in sei­ner Ver­kün­di­gung gegen­über den Men­schen auf, nach­dem die Pha­ri­sä­er den Beschluss gefasst hat­ten, ihn zu töten. Wir lesen dazu in Mat­thä­us 12,15 ff dass er danach ein­fach von dort weg­ging, um dann wei­ter­hin sei­nen Auf­trag zu erfül­len: vie­len Men­schen die fro­he Bot­schaft zu ver­kün­di­gen, den Men­schen zu hel­fen und sie zu heilen.

Und dann berich­tet uns der Evan­ge­list Mat­thä­us noch davon, wel­chen Blick Jesus auf die ein­zel­nen Men­schen hat­te: die Ange­foch­te­nen (dies ist mei­ne per­sön­li­che Deu­tung für das geknick­tes Schilf­rohr und den glim­men­den Docht), die baut er wie­der auf. Ja und damit bringt er die Gerech­tig­keit Got­tes direkt zu den Menschen.

Ist das nicht eine immens mut­ma­chen­de Bot­schaft heu­te für uns? Ich möch­te uns alle dazu ein­la­den, von die­ser Mut­mach­bot­schaft zu sprechen!

E. M.

zum Wochenspruch 16. August 2026

»Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« (1. Petrus 5,5b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Für mich pro­vo­ziert der Brief­schrei­ber Petrus mit sei­ner Aus­sa­ge. Und wenn ich dann die Über­set­zung nach der Guten Nach­richt lese wird es sogar noch her­aus­for­dern­der für mich: »Gott wider­setzt sich den Über­heb­li­chen, aber denen, die gering von sich den­ken, wen­det er sich zu«.

Als hoch­mü­tig wür­de ich mich selbst nicht gera­de bezeich­nen, aber wie so oft bin ich in mei­nem All­tag über­heb­lich und weiß Din­ge manch­mal eben so viel bes­ser als die Men­schen um mich herum.

Ich weiß nicht, wie es Euch beim Lesen die­ser Aus­sa­ge des Petrus geht.

Wenn ich auf mich schaue, muss ich jedoch immer wie­der fest­stel­len, dass ich als Per­son schnell zur Über­heb­lich­keit nei­ge. Und dann steht da auch noch, dass Gott sich den Men­schen zuwen­det, die gering von sich denken.

Heu­te möch­te ich mich des­halb ganz bewusst die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Und ich habe die Zuver­sicht, dass Gott in mein Herz hin­ein­schaut und dann sieht, ob ich es ehr­lich mei­ne oder nicht.

Auch Euch alle möch­te ich dazu ein­la­den, uns auf die­se Her­aus­for­de­rung unse­res Wochen­spruchs ein­zu­las­sen. Unser Gott kann Gro­ßes bewirken.

E. M.

zum Wochenspruch 26. Juli 2026

»Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.« (Epheser 5,8b.9)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

In unse­rem Wochen­spruch wer­den wir auf­ge­for­dert »als Kin­der des Lichts« zu leben. Ber­ger über­setzt hier »Ver­hal­tet euch wie Kin­der des Lichts! Denn aus Licht wach­sen Güte, Gerech­tes tun und Ehr­lich­keit als Früch­te heran.«

Die­ser Auf­for­de­rung an unse­re eige­ne Lebens­füh­rung geht jedoch ein dop­pel­ter Zuspruch vor­aus. Pau­lus schreibt in Vers 1 »Ihr seid doch Got­tes gelieb­te Kin­der.« Und in Vers 8 »Auch ihr gehör­tet einst zur Fins­ter­nis, doch jetzt gehört ihr zum Licht, weil ihr mit dem Herrn ver­bun­den seid.«

Unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley wür­de dies in sei­nen Aus­sa­gen zur »Hei­li­gung von uns Chris­ten« viel­leicht wie folgt zum Aus­druck bringen:

»Indem ich als Christ mit Jesus in enger Ver­bin­dung lebe, auf sei­ne Wor­te höre, mit ande­ren Chris­ten den Aus­tausch über mei­nen Glau­ben suche, bete und ihn lie­be und ehre, in die­sem Maße wer­de ich die ›Jesus-Gesin­nung‹ annehmen.«

Das bedeu­tet für mich dann auch, dass Jesus mein Leben völ­lig neu prä­gen darf. Aber will ich das wirk­lich und las­se es dann zu, dass Jesus mich in sei­nem Sin­ne prägt?

Die Kon­se­quenz bedeu­tet dann, dass wir zu ver­än­der­ten Men­schen wer­den, eben zu den »Men­schen des Lichts«. Und das wie­der­um hat Aus­wir­kun­gen auf unse­re gesam­te Umwelt. Pau­lus spricht hier von sicht­ba­rer Güte, Gerech­tig­keit und Wahr­heit. Welch eine phan­tas­ti­sche Aus­wir­kung könn­te dadurch in unse­rer augen­blick­li­chen Welt entstehen!

Güte und ein gro­ßes Herz über­win­den Selbst­sucht, Ego­is­mus und dem Stre­ben nach immer mehr! Gerech­tig­keit setzt sich gegen­über Unrecht durch! Und die Wahr­heit, die Ehr­lich­keit siegt über die Lüge, die Ver­leum­dung und den Hass!

E. M.