zum Wochenspruch 14. Juni 2026

»Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.« (Matthäus 11,28)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Welch eine groß­ar­ti­ge Zusa­ge erhal­ten hier die Jün­ger von Jesus. Ich den­ke, die meis­ten Men­schen wer­den irgend­wann in ihrem Leben an einen Punkt kom­men, in wel­chem das Leben mühe­voll ist und die Sor­gen dann wie eine Last auf die Schul­tern drü­cken. Bei mir ist dies jeden­falls schön öfter so passiert.

Und genau in die­sen Momen­ten gilt für uns Chris­ten die Zusa­ge von Jesus: Er selbst will uns erquicken.

Habt Ihr schon ein­mal über die­ses Wort erqui­cken nach­ge­dacht? Klaus Ber­ger über­setzt hier mit »auf­at­men«. Für mich bedeu­tet dies dann, dass Jesus mir die Last abneh­men und mir Ruhe und Frie­den in mein Herz schen­ken wird, ich also wirk­lich auf­at­men darf; auch dann, wenn ich selbst nicht mehr kann oder am Ver­zwei­feln bin.

Ich wün­sche uns heu­te, dass wir die­se Zusa­ge von Jesus immer vor Augen haben, wenn uns die Sor­gen in unse­rem Leben mal wie­der erdrü­cken wollen.

E. M.

zum Wochenspruch 7. Juni 2026 (1. Sonntag nach Trinitatis)

»Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.« (Lukas 10,16a)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­se Aus­sa­ge trifft Jesus, als er 70 Jün­ger aus­sen­det. Die­se sol­len erst­mals selbst los­ge­hen und in Gali­läa evan­ge­li­sie­ren. Jesus hat­te ihnen kurz davor dann noch zahl­rei­che Hin­wei­se, wie kein Geld, Vor­rä­te oder Schu­he mit­zu­neh­men, mit auf ihren Weg gege­ben. Er hat­te ihnen auch gesagt, dass sie die­sel­be Ableh­nung zu spü­ren bekom­men wer­den, wie Jesus selbst sie auch erlebt hatte.

Auf der ande­ren Sei­te erhal­ten die Jün­ger aber auch eine sehr gro­ße Zusa­ge von ihm mit auf ihrem Weg »wer euch hört, der hört mich; und wer euch ver­ach­tet, der ver­ach­tet mich.«

Jesus sen­det sei­ne Jün­ger damit als sei­ne Gesand­ten aus. Ein Gesand­ter han­delt im Auf­trag eines ande­ren. Und damit wie­der­um agiert er nicht in eige­ner Auto­ri­tät, son­dern in der Auto­ri­tät des­je­ni­gen, der ihn sen­det. Auch ein Bot­schaf­ter eines Lan­des ist nur ein Gesand­ter, aber hin­ter ihm steht die Regie­rung, z.B. die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Genau­so war das mit den Jün­gern, die Jesus aus­ge­sandt hat­te. Sie konn­ten damit in sei­nem Auf­trag reden.

Wel­che Bedeu­tung kann die­ser Satz für uns Chris­ten im 21. Jahr­hun­dert entfalten?

Als Chris­ten heu­te dür­fen wir damit auch für uns in Anspruch neh­men, dass die Wor­te von Jesus aller­höchs­te Auto­ri­tät haben. Er ist Got­tes Sohn, er wur­de von Gott selbst auf die Erde gesandt.

Und er sen­det auch uns heu­te (Mat­thä­us 28,19). Damit spre­chen auch wir in sei­nem Auf­trag die Wor­te Got­tes. Ist das nicht eine groß­ar­ti­ge Zusa­ge für uns Chris­ten heute?

E.M.

Zum Wochenspruch Pfingsten…

»Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.« (Sacharja 4,6b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Wie häu­fig höre ich den Satz »ich schaf­fe das!«

Der Pro­phet Sachar­ja hat sehr ermu­ti­gen­de Wor­te für Serub­ba­bel von Gott. Die­ser Serub­ba­bel führ­te die Juden aus dem Exil nach Isra­el zurück, bau­te in Jeru­sa­lem den Altar zur Anbe­tung Got­tes wie­der auf und leg­te den Grund­stein für den Wie­der­auf­bau des zwei­ten Tem­pels. Ein rich­ti­ger Kno­chen­job, den er also damit zu ver­se­hen hatte.

Des­halb war die Zusa­ge, die er von Gott erhal­ten hat­te so wert­voll für ihn: »Nicht auf unse­re eige­ne Kraft kommt es hier an. Nein, Gott selbst will durch sei­nen Geist hier wirken«.

Ich kann mir vor­stel­len, dass die­se Zusa­ge Got­tes für eine rie­si­ge Ent­las­tung bei Serub­ba­bel gesorgt hat. Des­halb habe ich mir die Fra­ge gestellt, wie dies bei mir aussieht.

Wenn ich auf Got­tes Kraft ver­traue, muss ich nicht mehr den­ken »das wird eh nichts«. Im Gegen­teil: Ich kann fel­sen­fest dar­auf ver­trau­en, dass Gott viel mehr kann als ich selbst. Er kann sogar Ber­ge ver­set­zen, mich gesund machen oder mir Frie­den ins Her­zen schen­ken gegen­über dem Men­schen, mit dem ich gera­de nicht klar­kom­me. Und genau die­ses Zutrau­en in die Kraft Got­tes will sein Hei­li­ger Geist in mir bewirken.

Ihr Lie­ben: Das ist Pfings­ten: Got­tes Geist kann das, was wir mit unse­rer eige­nen Kraft nicht ver­mö­gen, als buch­stäb­lich eine Heilige-Geist-Kraft!

E. M.

zum Wochenspruch 17. Mai 2026

»Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.« (Johannes 12,32)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­se Rund­mail erscheint auf­grund des Him­mel­fahrt­ta­ges schon etwas eher!

Mor­gen woll­ten wir als Bezirk die­sen Tag in Mari­en­wer­der gemein­sam fei­ern. Dies lässt das Wet­ter lei­der nicht zu.

Und genau von die­sem Ereig­nis spricht Jesus in unse­rem Wochen­spruch. Ich emp­fin­de in die­ser Aus­sa­ge von Jesus »so will ich alle zu mir zie­hen« eine ganz tol­le Moti­va­ti­on. Er adres­siert die­se Aus­sa­ge an sei­ne Nach­fol­ger. Jesus will sie für die vor ihnen lie­gen­de Zukunft ermu­ti­gen und sie damit auch stärken.

Nach Jesu Tod und Auf­er­ste­hung haben die Jün­ger vor 2.000 Jah­ren die Him­mel­fahrt von Jesus live und in Far­be mit­er­le­ben dür­fen. Und genau zu die­sen Jün­gern hat­te Jesus eini­ge Wochen zuvor die­sen Satz aus unse­rem Wochen­spruch gesagt.

Die­se an sei­ne Jün­ger gerich­te­te Aus­sa­ge gilt auch für uns Chris­ten heu­te noch ganz per­sön­lich. Jesus ver­spricht uns dar­in die­se exklu­si­ve Gemein­schaft mit Gott.

Ich per­sön­lich fin­de das groß­ar­tig. Und genau dar­über dür­fen wir uns heu­te freuen!

E.M.

zum Wochenspruch 10. Mai 2026 (5. Sonntag nach Ostern)

»Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.« (Psalm 66,20)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Der Ver­fas­ser die­ses Psalms bringt für mich mit die­sem Vers etwas ganz Groß­ar­ti­ges zum Aus­druck: Er dankt sei­nem Gott, dass er sein Gebet nicht abwei­sen und ihm dann dar­über hin­aus auch noch sei­ne Güte nicht ver­wei­gern wird.

Ich mei­ne, dass damit die­se Zusa­ge für uns – für Dich und für mich – auch heu­te zu einer unge­mein mut­ma­chen­den Zusa­ge wer­den kann.

Und per­sön­lich bin ich zum Ergeb­nis gelangt, dass ich die­se Erkennt­nis des Beters auch in mei­nem eige­nen Leben genau­so für mich erfah­ren habe. Mit allen mei­nen Anlie­gen, mit allen Sor­gen und Nöten darf ich zu mei­nem Gott kom­men und die Gewiss­heit haben, »er hört mich«. Und er küm­mert sich sogar dar­über hin­aus um mich ganz persönlich!

Ich wün­sche Euch heu­te eben­falls die­se Erkennt­nis und die­se tie­fe Ruhe in Eurem Her­zen. Die­se Zusa­ge darf wirk­lich zur mut­ma­chen­den Rea­li­tät in unse­rem Leben werden.

E. M.

zum Monatsspruch Mai 2026

»Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.« (Hebräer 6,19)

Der Hebrä­er­brief wur­de geschrie­ben, um eine Grup­pe von Chris­ten zu ermu­ti­gen, die ihrem Glau­ben trotz Ver­fol­gung treu geblie­ben waren, aber im Lau­fe der Zeit ent­mu­tigt waren und deren Glau­be zu schwan­ken begann. Der Schrei­ber des Brie­fes lobt Jesus als nach­zu­ah­men­des Vor­bild und er erteilt den Gläu­bi­gen in der Gemein­de War­nun­gen und Ermah­nun­gen. Jesus war durch gro­ßes Lei­den in die Herr­lich­keit ein­ge­gan­gen und hat­te einen Weg berei­tet, dem ande­re nach­fol­gen soll­ten. Die­ser Brief gilt den Chris­ten all­ge­mein, die ihre ers­te Begeis­te­rung ver­lo­ren hat­ten und in der zwei­ten, drit­ten Gene­ra­ti­on lebten.

Die Hoff­nung wird als Anker dar­ge­stellt, ein kraft­vol­les Bild, das sei­ne Rol­le bei der Bereit­stel­lung von Sta­bi­li­tät und Sicher­heit für unse­re See­len ver­an­schau­licht. So wie ein Anker ein Schiff dar­an hin­dert, in stür­mi­schen Gewäs­sern abzu­drif­ten, hält uns die Hoff­nung inmit­ten der Unsi­cher­hei­ten und Stür­me des Lebens geer­det. Die­se Hoff­nung basiert nicht auf flüch­ti­gen Wün­schen, son­dern ist eine fes­te Gewiss­heit, die in den Ver­hei­ßun­gen Got­tes ver­wur­zelt ist. Der Ver­weis auf das inne­re Hei­lig­tum hin­ter dem Vor­hang weckt das Bild des Aller­hei­ligs­ten im alten jüdi­schen Tem­pel, dem hei­ligs­ten Raum, in dem die Gegen­wart Got­tes wohn­te. Dies deu­tet dar­auf hin, dass unse­re Hoff­nung uns direkt mit dem Gött­li­chen ver­bin­det und ein Gefühl von Frie­den und Gewiss­heit bie­tet, das über irdi­sche Umstän­de hinausgeht.

Der Vers ermu­tigt uns Gläu­bi­ge, auf Got­tes Ver­hei­ßun­gen zu ver­trau­en, die so unbe­weg­lich sind wie ein Anker. Die­se Hoff­nung ist sowohl fest als auch sicher, zuver­läs­sig und wird uns nicht im Stich las­sen. Sie lädt uns ein, über die Stär­ke und Gewiss­heit unse­res Glau­bens nach­zu­den­ken und uns zu ermu­ti­gen, auf unse­rem geist­li­chen Weg wei­ter zu wach­sen und stand­haft zu blei­ben. Indem wir unse­re See­len in der Hoff­nung ver­an­kern, kön­nen wir die Her­aus­for­de­run­gen des Lebens mit Zuver­sicht meis­tern, da wir an etwas Ewi­gem und Unver­än­der­li­chem gebun­den sind.

Seit jeher sym­bo­li­siert der Anker Treue, Ver­läss­lich­keit und Ver­bun­den­heit. Lasst uns die­ses Bild eines wirk­lich gro­ßen und meh­re­re Ton­nen schwe­ren Ankers vor Augen haben, der unver­rück­bar am Mee­res­bo­den liegt und unser Leben festhält.

S. Schü­ring

zum Wochenspruch 3. Mai 2026 – Sonntag Kantate

»Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.« (Psalm 98,1)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

An die­sem Sonn­tag „Kan­ta­te“ fei­ern wir als Chris­ten unse­re Got­tes­diens­te gewöhn­lich mit einem beson­de­ren Augen­merk auf das Sin­gen und das Musi­zie­ren. Und an vie­len Stel­len in der Bibel lesen wir, dass das Sin­gen und Loben zur Ehre unse­res gro­ßen Got­tes gesche­hen soll.

Von Mar­tin Luther haben wir eine Aus­sa­ge über­lie­fert erhal­ten »Got­tes Wort wird auch durch die Musik gepredigt«.

Des­halb stellt sich für mich die Fra­ge, wie sieht es in dem inne­ren mei­nes bzw. Eures Her­zens aus, wenn wir Lie­der für unse­ren Gott sin­gen. Sind wir uns bewusst, dass die­ser Lob­preis für unse­ren Gott geschieht und sind wir uns auch des­sen Aus­wir­kun­gen auf unser und das Leben ande­rer bewusst?

Nach dem Refor­ma­tor Mar­tin Luther hat die Musik ja »eine Got­tes Wort die­nen­de geist­li­che Funk­ti­on«. Und genau die­se Wir­kungs­wei­se soll­ten wir eigent­lich immer in unse­rem Leben vor Augen haben.

Und dann steht da in unse­rem Wochen­spruch noch die viel­ver­spre­chen­de mut­ma­chen­de Zusa­ge, dass Gott Wun­der tut.

Lasst uns also am kom­men­den Sonn­tag Kan­ta­te dies von gan­zem Her­zen tun: Gott unser Lied zu brin­gen und dar­auf zu ver­trau­en, dass er Wun­der tut.

E. M.

zum Wochenspruch 26.04.26, Jubilate, 3. Sonntag nach Ostern

»Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.«
(2. Korinther 5,17)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Im Leben des Pau­lus ist eine radi­ka­le Ver­än­de­rung von Sau­lus zu Pau­lus erkenn­bar. Er war der größ­te Chris­ten­ver­fol­ger der dama­li­gen Zeit. Vie­le der dama­li­gen Chris­ten hat­ten gro­ße Angst und sind sogar in die Fer­ne, weit weg von Jeru­sa­lem vor ihm, geflo­hen. Sein dama­li­ges Ziel: die ers­ten Chris­ten und die ers­te christ­li­che Gemein­de kom­plett auszuradieren.

Und dann geschieht – wie er selbst auch schreibt – die­ses lebens­ver­än­dern­de Wun­der: Jesus per­sön­lich begeg­net ihm auf sei­nem Weg nach Damas­kus. Die­se Begeg­nung mit dem auf­er­stan­de­nen Jesus, des­sen Anhän­ger er mas­siv ver­folgt hat­te, stellt sein Leben buch­stäb­lich auf den Kopf. Der größ­te Chris­ten-Ver­fol­ger wird nun­mehr zu einem der ganz gro­ßen Chris­tus-Nach­fol­ger und zum ers­ten Mis­sio­nar in der heu­ti­gen Tür­kei und in Europa.

Wenn wir uns vor die­sem Hin­ter­grund unse­ren Wochen­spruch anschau­en, dann beschreibt Pau­lus also genau das, was er selbst per­sön­lich erlebt hat.

Was wird denn nun neu, wenn ein Mensch von Her­zen an Jesus Chris­tus glaubt?

Wir hören in unse­rem Wochen­spruch: alles! Der Glau­be an Jesus ver­än­dert also das Leben von Men­schen radi­kal. Natür­lich wer­de ich auch als Christ nicht per­fekt und voll­kom­men sein. Daher möch­te ich uns Mut machen, jeden Tag neu zu beten: »Herr, ver­gib mir immer wie­der aufs Neue und mache mich zu einem Men­schen, an des­sen Lebens­stil für ande­re erkenn­bar wird, dass ich zu dir gehö­re, und dass Du daher wirk­lich einen neu­en Men­schen aus mir gemacht hast«.

E. M.

zum Wochenspruch 19.04.2026 (Misericordias Domini)

Christus spricht: »Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.« (Johannes 10,11a.27 – 28a)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Vor zwei Wochen haben wir unse­re Got­tes­diens­te zu Grün­don­ners­tag, Kar­frei­tag und Ostern gemein­sam gefei­ert. Wenn wir uns den Tod und die Auf­er­ste­hung von Jesus dann vor unse­rem inne­ren Auge füh­ren, haben wir damit den wohl bes­ten Beleg dafür, dass Jesus wirk­lich die­ser gute Hir­te ist, von dem unser Wochen­spruch hier spricht.

Aber dort steht auch, dass wir als Chris­ten­men­schen auch tat­säch­li­che die­se Stim­me Jesu in unse­rem Leben hören. Ich möch­te uns daher heu­te die Fra­ge stel­len, ob dies wirk­lich auch bei Dir und mir der Fall ist.

Nun, von mir wür­de ich behaup­ten, dass dies nicht immer der Fall ist. Für das Hören der Stim­me Jesu gibt es eben kein Patentrezept.

Wenn ich eine Bezie­hung zu jeman­dem ein­ge­he, bedeu­tet das, dass ich mich auf den ande­ren ein­las­se, dass ich mit ihm gemein­sam Zeit ver­brin­ge. Bei Jesus ist das genau­so. In die­sen per­sön­li­chen Begeg­nun­gen darf ich Jesus immer wie­der dar­um bit­ten, dass er zu mir redet und ich die­ses Reden auch ver­ste­hen kann. Ich selbst habe die per­sön­li­che Erfah­rung gemacht, dass das wirk­lich funk­tio­niert. Bei dem einen mag das tat­säch­lich ganz laut und ver­nehm­bar sein, beim ande­ren ist es die Stim­me, die sein Herz erreicht. Und wenn ich dann das Reden Jesu ernst neh­me und ihm nach­fol­ge, dann habe ich die groß­ar­tigs­te Zusa­ge, die wir Chris­ten über­haupt erhal­ten kön­nen: Jesus schenkt uns das ewi­ge Leben! Ist das nicht heu­te wie­der eine mut­ma­chen­de Perspektive?

E.M.

zum Wochenspruch zum 12.04.26 (Quasimodogeniti)

»Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.« (1. Petrus 1,3)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­se leben­di­ge Hoff­nung, von der Petrus hier spricht, resul­tiert nach den Aus­sa­gen des Apos­tels durch die Auf­er­ste­hung Jesu von den Toten. Aber kann ich und kannst Du die­se leben­di­ge Hoff­nung tat­säch­lich in meinem/deinem ganz per­sön­li­chen Leben fest­ma­chen? Spü­re ich die­se leben­di­ge Hoff­nung ange­sichts der vie­len Kri­sen in die­ser Welt in mei­nem eige­nen Leben? Oder über­la­gern die vie­len Kri­sen auf unse­rer Welt doch mei­ne Hoff­nung? Wie sieht es denn mit unse­rer Hoff­nung als Chris­ten in die­ser Welt aus?

Petrus nimmt in sei­ner Aus­sa­ge die Oster­bot­schaft auf; er spricht dar­in von einer leben­di­gen Hoff­nung, die in der Auf­er­ste­hung Jesu von den Toten begrün­det ist. Für mich ist das die groß­ar­tigs­te Bot­schaft, wel­che wir als Chris­ten­men­schen erhalten.

Aber was ver­birgt sich hin­ter die­ser Hoffnung?

Jesus hat uns durch sei­nen Tod am Kreuz und sei­ne Auf­er­ste­hung ein Ange­bot zur Ver­söh­nung mit Gott gemacht. Damit kön­nen wir Men­schen Gerech­tig­keit vor ihm erfahren.

Und die­ses Ange­bot gilt wirk­lich für alle Men­schen, selbst für den Schwer­ver­bre­cher, der neben Jesus am Kreuz hing; die­ses Ange­bot Jesu gilt auch für alle Men­schen, die im Augen­blick am Leben zu ver­zwei­feln dro­hen, für alle Benach­tei­lig­te und Unter­drück­te, für alle, die Not leiden.

Die­se leben­di­ge Hoff­nung soll uns Chris­ten­men­schen in Bewe­gung brin­gen. Ja, und die­se Hoff­nung for­dert dann auch unser ganz per­sön­li­ches Enga­ge­ment! Die­se Hoff­nung soll ver­hin­dern, dass wir uns damit abfin­den, dass unse­re Welt eben so ist, wie sie ist. Gera­de dar­um möch­te ich uns die Fra­ge stel­len: Wo ist dein, wo ist mein per­sön­li­ches Enga­ge­ment, um die­se leben­di­ge Hoff­nung, die wir durch Jesus erhal­ten haben, für ande­re Men­schen sicht­bar zu machen?

Des­halb mei­ne Ein­la­dung für heu­te: Lasst uns wie­der neu zu Mut­ma­chern, für die Men­schen aus unse­rer Umge­bung werden!

E.M.