»Heile du mich HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.« (Jeremia 17,14)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Für mich spricht aus diesem Bibelvers sehr viel Hoffnung und das Zutrauen, dass Gott dem Propheten Jeremia auch tatsächlich helfen wird.
Wenn wir jedoch den Kontext dieses Bibelverses etwas näher anschauen, dann entdecken wir sehr schnell, dass diese Aussage aus unserem Wochenspruch Teil einer Klage des Jeremia ist.
Er muss wohl extrem, oft bis zum Rand der Verzweiflung, darunter gelitten haben, dass das ganze Volk Israel Gott den Rücken zugekehrt hat.
Aber Jeremia weiß, von wem er Hilfe erwarten kann: von seinem Gott!
Und auf diesen Gott baut er voll und ganz.
Ich möchte uns heute dazu ermuntern, uns Jeremia zum Vorbild zu nehmen:
Wen wir das Buch Jeremia lesen, dann können wir feststellen, dass er häufig an den Rand seiner Kräfte gekommen ist. Und manchmal verstand er dann einfach auch nicht Gottes Handeln.
Aber eine Tatsache zieht sich durch das Buch Jeremia wie ein roter Faden: Er blieb immer mit Gott verbunden und seinem Gott treu.
Deshalb möchte ich uns heute alle dazu einladen, wieder ganz neu mit dem Propheten Jeremia zu sprechen »heile du mich Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.«
E. M.

