zum Wochenspruch 2. Advent 2025

»Steht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.« (Lukas 21,28)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Wir fei­ern am kom­men­den Sonn­tag nun­mehr schon wie­der den 2. Advent.

Unser Wochen­spruch mit einer Aus­sa­ge von Jesus bezieht sich auf die zukünf­ti­ge Wie­der­kunft von ihm: und dann wird man den Men­schen­sohn auf den Wol­ken kom­men sehen mit gro­ßer Macht und Herrlichkeit.

Chris­ten­men­schen sol­len also in ihrem Leben bereit sein für den Zeit­punkt der Wie­der­kunft von Jesus.

Und dann dür­fen alle Kin­der Got­tes auf­ste­hen und auf die unend­lich gro­ße Macht und Herr­lich­keit bli­cken, weil sich das ereig­net, an was wir als Chris­ten glau­ben: unse­re Erlö­sung steht unmit­tel­bar bevor!

Die­se Ewig­keits­per­spek­ti­ve möch­te ich Euch allen an die­sem 2. Advent ein­mal wie­der neu ganz bewusst zusprechen!

E. M.

zum Wochenspruch 1. Advent 2025

»Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.« (Sacharja 9,9b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Am kom­men­den Sonn­tag beginnt mit dem 1. Advent das neue Kirchenjahr.

Für mich spie­gelt sich in der Aus­sa­ge des Pro­phe­ten Sachar­ja in unse­rem Wochen­spruch eine ganz kon­kre­te Erwar­tungs­hal­tung wider. Als ich die­sen Vers gele­sen habe, habe ich mich gefragt, ob ich auch eine sol­che Erwar­tungs­hal­tung habe, wenn ich auf die vor mir lie­gen­de Zeit blicke.

Mein König kommt zu mir: zu mir wirk­lich ganz persönlich! 
Und die­ser, mein König, der ist auch noch abso­lut gerecht und er hilft mir dar­über hin­aus noch in allen Lebenslagen!

Und dann blick ich hin­ein in mei­ne täg­li­che Rea­li­tät: all die Kri­sen, wel­che mein Leben beein­flus­sen mit den Krie­gen, der Kli­ma­kri­se, Krank­heit, stei­gen­de Kosten …

Der Pro­phet Sachar­ja möch­te mir jedoch mit sei­nen Wor­ten neue Hoff­nung schen­ken und mir Mut machen.

Jesus Chris­tus ist auf die Erde gekom­men und hat die­ser Erde Gerech­tig­keit und Hil­fe gebracht. Und die­ser Jesus hilft auch mir und dir: Tag für Tag, egal in wel­cher Situa­ti­on, egal wie es mir gera­de geht und ganz egal, ob die Hil­fe­stel­lung groß oder klein sein muss.

Er, Jesus Chris­tus, ist mein Hel­fer! Und, er will auch dein Hel­fer sein! Welch eine groß­ar­ti­ge Perspektive!

E. M.

zum Wochenspruch letzter Sonntag im Kirchenjahr – 23. Nov. 2025

»Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.« (Lukas 12,35)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­ser Sonn­tag, der bei Chris­ten auch als Ewig­keits­sonn­tag bezeich­net wird, führt uns in einen Grenz­be­reich, die Gren­ze zwi­schen Leben und Tod. Auf der einen Sei­te bli­cken wir zurück auf das ver­gan­ge­ne Jahr, auf unse­re Abschie­de, auf Tren­nun­gen, auf Ver­lus­te, die wir erlit­ten haben, weil der Tod uns einen gelieb­ten Men­schen weg­ge­nom­men hat. Auf der ande­ren Sei­te bli­cken wir nach vor­ne in der Erwar­tung, was uns in der Zukunft wohl begeg­nen möge. Und als Chris­ten dür­fen wir uns auch auf die Wie­der­kunft Jesu Chris­ti freuen.

Genau hier setzt unser Wochen­spruch an. Jesus legt sei­nen Jün­gern nahe, wach­sam (heu­te wür­den wir das viel­leicht als »rei­se­fer­tig« bezeich­nen) beim Wie­der­kom­men des Herrn zu sein. Die­se Aus­sa­ge hat die dama­li­gen Zuhö­rer viel­leicht an den Aus­zug des Vol­kes Isra­el aus Ägyp­ten erinnert.

Für mich bedeu­tet dies, in einer freu­di­gen Erwar­tungs­hal­tung der Wie­der­kunft Jesu ent­ge­gen zu fiebern.

Ich mer­ke bei mir selbst, wie häu­fig die­se Ewig­keits­per­spek­ti­ve in mei­nem All­tag zu kurz kommt. Viel­leicht ist dies ein guter Vor­satz, wel­chen wir als Chris­ten mit in den Advent neh­men kön­nen: die­ses freu­di­ge Erwar­ten auf die Wie­der­kunft Jesu Christi.

Ist das nicht wirk­lich ein mut­ma­chen­der Ausblick?

E. M.

zum Wochenspruch vorletzter Sonntag im Kirchenjahr 16.11.2025

»Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.« (2. Korinther 5,10a)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Beim ers­ten Lesen scheint die­se Aus­sa­ge des Apos­tel Pau­lus doch ein ganz schön schwie­ri­ger Bibel­vers zu sein.

Wer­den wir uns am Ende der Tage einer Gerichts­ver­hand­lung stel­len und unser Leben vor Gott ver­ant­wor­ten müssen?

Unser Wochen­spruch legt die­ses nahe. Aber wir Chris­ten müs­sen davor kei­ne Angst haben. Wir Chris­ten sind zwar immer noch Sün­der, aber wir wer­den in die­ser Gerichts­ver­hand­lung von Gott selbst frei­ge­spro­chen. Der Grund besteht dar­in, dass Jesus alle unse­re Sün­den mit ans Kreuz genom­men hat und stell­ver­tre­tend für uns Men­schen dort gestor­ben ist. Damit hat er unse­re Stra­fe bereits verbüßt.

In Johan­nes 3,18 lesen wir »wer an Jesus Chris­tus glaubt, ist schon gerich­tet« und damit also freigesprochen.

Ich stel­le mir das so vor, dass wir zwar noch vor Gott und Jesus als dem Rich­ter erschei­nen müs­sen, unse­re guten und schlech­ten Wer­ke dann von ihm beur­teilt wer­den, aber wir selbst sind durch Jesus bereits heu­te end­gül­tig gerettet.

Die­ser Bibel­vers möch­te mir per­sön­lich daher heu­te Mut machen: vor die­sem Gericht muss ich kei­ne Angst mehr haben und zwar des­halb, weil Jesus für mich gestor­ben und auf­er­stan­den ist. Damit hat er alle mei­ne Schuld ein für alle Mal gesühnt.

Ist das nicht eine wun­der­bar mut­ma­chen­de Perspektive?

E. M.

Andacht zum Wochenspruch drittletzter Sonntag im Kirchenjahr

»Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.«
(Matthäus 5,9)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Was für eine groß­ar­ti­ge Zusa­ge liegt in die­ser Aus­sa­ge von Jesus!

Gott wird alle die­je­ni­gen sei­ne Kin­der nen­nen, die Frie­den stiften.

Als ich die­sen Wochen­spruch gele­sen habe, habe ich mich gefragt, »wie häu­fig bin ich die­ser Frie­dens­stif­ter von dem Jesus hier spricht.« Oder anders her­um aus­ge­drückt, »wie häu­fig stif­te ich eher Unfrie­den als Frieden?«

Beim Nach­den­ken über die­se Aus­sa­ge Jesu habe ich für mich sehr rasch fest­stel­len müs­sen, dass ich mit mei­nen mensch­li­chen Anstren­gun­gen hier ganz schnell an mei­ne eige­nen Gren­zen gelan­ge und immer wie­der an die­sem Anspruch scheitere.

Pau­lus sagt uns in Ephe­ser 4, dass wir als Chris­ten den alten Men­schen abstrei­fen und den neu­en Men­schen anzie­hen sol­len. Unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley nennt die­sen Pro­zess bei uns Men­schen »Hei­li­gung«.

Heu­te möch­te ich uns wie­der neu­en Mut machen, dem Vor­bild von Jesus in jeder Minu­te unse­res Lebens nach­zu­ei­fern. Für mich selbst möch­te ich des­halb dafür beten, dass ich Jesus immer mehr ähn­li­cher wer­de und ich dadurch dann auch zu solch einem Frie­dens­stif­ter wer­den kann.

E. M.

zum Monatsspruch November 2025

Gott spricht: »Ich will das Ver­lo­re­ne wie­der suchen und das Ver­irr­te zurück­brin­gen und das Ver­wun­de­te ver­bin­den und das Schwa­che stär­ken.« (Hese­kiel 34,16)

Lie­be Lese­rin­nen und Leser!
Die­se Vor­her­sa­ge hat der israe­li­ti­sche Pro­phet Hese­kiel um das Jahr 600 v. Chr. in der Baby­lo­ni­schen Gefan­gen­schaft des Vol­kes Isra­el auf­ge­schrie­ben. Er hat­te sei­ne Aus­sa­ge von Gott »emp­fan­gen« und sie dort – in den wahr­schein­lich von uns nur andeu­tungs­wei­se zu erah­nen­den Schwie­rig­kei­ten ein­zel­ner Men­schen – dem Volk Isra­el wei­ter­ge­ge­ben. Die Lebens­um­stän­de der Israe­li­ten wer­den hier nur kurz durch »Ver­lo­ren­sein« in einem fer­nen, frem­den Land und »von Gott gesucht«, »Ver­irrt­sein« und ins eige­ne Land zurück­kom­men, »Ver­letzt­sein« und ärzt­lich gut ver­sorgt wer­den und »Schwä­che ver­min­dern«, angedeutet.

Für die meis­ten der dama­li­ge Israe­li­ten war das sicher eine wun­der­vol­le Bot­schaft und Hoff­nung: »Mein Gott sucht mich, er wird mich fin­den, er bringt mich in die Hei­mat zurück, er heilt und stärkt mich!«

Im Neu­en Tes­ta­ment lese ich, dass die­se Ansa­gen für das Volk Isra­el und alle ande­ren Men­schen noch viel wei­ter­ge­hen­de Bedeu­tun­gen haben. Dort erklärt Gott z.B., dass das »Ver­lo­ren­sein« eines Men­schen nicht nur den Tod im irdi­schen Leben, son­dern auch im ewi­gen Leben umfas­sen kann! Nach dem Monats­spruch gilt das sicher auch für »Ver­irr­te«, »Ver­wun­de­te« und »Schwa­che«. Ein für mich dazu hilf­rei­ches Gleich­nis fin­det man in Lukas 15,11 – 32. In ande­ren Situa­tio­nen hat Jesus Chris­tus ande­re Zusam­men­hän­ge her­ge­stellt, z.B. bei einem Tref­fen mit einer Aus­län­de­rin aus dem Bereich Kana­an. Dort sagt er: »Ich bin nur gesandt zu den ver­lo­re­nen Scha­fen des Hau­ses Isra­el.« Am Ende die­ses Gesprächs erklärt er aller­dings: »Frau, dein Glau­be ist groß. Dir gesche­he, wie du willst!« (Mat­thä­us 15,21 – 28).

Die­se und ande­re Zusam­men­hän­ge des Glau­bens und Ver­trau­ens auf Gott deu­ten an, dass sich dadurch vie­le gute Mög­lich­kei­ten für das eige­ne und das Leben ande­rer Men­schen erge­ben kön­nen! Aber sicher wird auch deut­lich, dass die­ser »Weg« nicht ein­fach und pro­blem­los zu fin­den und zu ver­wirk­li­chen ist. Dar­um möch­te ich dafür wer­ben, die­sen Gott mehr und mehr ken­nen­zu­ler­nen, denn Jesus sagt: »Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewi­ge Leben.« (Johan­nes 5,24)

Mit guten Wünschen
P. Mohr

zum Wochenspruch 02.11.2025

»Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.« (Micha 6,8)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Ich weiß nicht, wie es Euch damit geht. Aber ich fra­ge mich in man­chen Situa­tio­nen schon, woher ich jetzt wis­sen soll, was Gott in der augen­blick­li­chen Situa­ti­on von mir ganz kon­kret erwartet!

Der Pro­phet Micha wuss­te das vor mehr als 2.500 Jah­ren für sich aber offen­bar glas­klar: »hal­te dich an das Recht, sei mensch­lich zu dei­nen Mit­men­schen und lebe in ste­ter Ver­bin­dung zu dei­nem Gott«. So über­setzt es die Gute Nach­richt Bibel.

Füh­ren wir uns die Aus­sa­gen des Micha mal ganz kon­kret vor Augen:

  • Hal­te Dich an das Recht! Also kei­ne Schum­me­lei mehr mit der Wahr­heit, kei­ne Trick­se­rei mehr bei der Steu­er oder auch kei­ne Not­lü­gen mehr! …
  • Sei mensch­lich zu dei­nen Mit­men­schen! Wie häu­fig rede ich über mei­ne Mit­men­schen anstatt mit ihnen zu spre­chen? Oder wo bin ich in Gefahr im Inter­net Nega­ti­ves über ande­re Per­so­nen zu verbreiten?
  • Lebe in ste­ter Ver­bin­dung zu dei­nem Gott! Gelingt mir das Tag für Tag? Ich muss geste­hen, dass dies bei mir oft nicht so ist.

Ste­he ich nicht manch­mal in der Gefahr, mei­ne Ver­bin­dung zu Gott viel­leicht eher zu igno­rie­ren, weil ich ansons­ten für mich fest­stel­le, dass da was in mei­nem Ver­hal­ten (z.B. im nega­ti­ven Reden über ande­re Men­schen) nicht stimmt?

Ich möch­te uns heu­te Mut machen, wie­der neu zu ent­de­cken, was »in Ver­bin­dung mit Gott zu leben« für mich ganz per­sön­li­chen hei­ßen könnte.

Neh­me ich Got­tes Gebo­te in mei­nem per­sön­li­chen Leben wirk­lich ernst? Und zeigt dies dann auch in mei­nem gan­zen Leben Auswirkungen?

Damit wären wir dann wie­der beim Pro­phe­ten Micha ange­langt. Wäre das nicht wunderbar?

E. M.

zum Wochenspruch 26. Oktober 2025

»Heile du mich Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.« (Jeremia 17,14)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Beim Lesen die­ses Bibel­ver­ses ent­steht für mich hier der Ein­druck, dass sich der Pro­phet Jere­mia in einer sehr schwie­ri­gen Lage befun­den haben muss. Viel­leicht hat er sogar um sein Leben gebangt. Wenn wir uns die Geschich­te des Jere­mia anschau­en, dann ist das nicht groß ver­wun­der­lich, bei dem, was er alles auf­grund sei­ner Pro­phe­zei­un­gen durch­ma­chen musste.

So beten für mich Men­schen, die in aller­höchs­ter Ver­zweif­lung sind. Und in die­ser Ver­zweif­lung ent­steht für ihn die Erkennt­nis, dass allein Gott selbst ihm noch hel­fen kann. Und dann setzt er sein gan­zes Ver­trau­en auf Gott. Er ver­traut dar­auf, dass Gott hei­len, hel­fen und ret­ten wird. Und somit gelangt er zu der Aus­sa­ge »Wenn du Gott ein­greifst, dann wer­de ich heil. Wenn du Gott mir zur Hil­fe kommst, dann ist das bes­ser als jede mensch­li­che Hilfe.«

Viel­leicht kann Jere­mia heu­te für uns zum Vor­bild wer­den. Wie er dür­fen wir wie­der ganz neu ler­nen zu beten; unse­re eige­ne Ohn­macht zu beken­nen und zuzu­ge­ben, dass ich es allein nicht schaf­fe und ich daher auf die Zusa­ge Got­tes aus Psalm 121,2 ver­trau­en möch­te »mei­ne Hil­fe kommt vom Herrn, der Him­mel und Erde gemacht hat«.

E. M.