Die Predigt vom 5. Sonntag nach Ostern, dem Sonntag »Rogate« = »Betet« von Frank Weber fußt auf 1. Timotheus 2,1 – 6a. Sie kann hier nachgehört werden.
Himmelfahrt und Pfingsten: Aufbruch der Christenheit…
Das leere Grab warf alles Vorherige über den Haufen. Die Frauen, die Jünger, sie erlebten das Undenkbare: Dass es nach dem Tod weiterging, dass der Auferstandene ihnen begegnete. Erst den Frauen, dann einzelnen Jüngern (Johannes, Petrus, den Emmaus-Jüngern), dann allen und schließlich, wie Paulus im 1. Korintherbrief schreibt (1.Kor.15,6), über fünfhundert Leuten auf einmal, von denen die meisten (zur Zeit, als Paulus an die Korinther schrieb) noch lebten. – Die hätte man also fragen können.
Unglaublich? Zumindest sehr erstaunlich. So aber ist das mit Ereignissen, die einmalig sind. Für oder gegen diese spricht keine Wahrscheinlichkeit.
Die Geschichte ging jedenfalls nach Jesu Tod weiter, nach der Auferstehung folgte diese Zwischenzeit von vierzig Tagen bis Himmelfahrt. – Anschließend nahm die Christusbewegung dann ab Pfingsten richtig Fahrt auf. Darum feiern wir Pfingsten als Geburtstag der Kirche: Aus den verschreckten Jüngern, gewesenen Fischern, Zöllnern, Aufständischen usw., wurden Apostel, geschickte Gesandte, die das Evangelium in die Welt trugen.
Darum finde ich es so schade, wenn von Himmelfahrt nur noch ein Vatertags-Ausflug mit alkoholischen Getränken bleibt und kaum jemand mehr weiß, dass es Pfingsten um die Gabe (»Ausgießung«) des Heiligen Geistes ging. – Denn: Ohne dies wäre der Glaube an Jesus als den Christus ein längst vergessenes lokales Ereignis geblieben. So aber ist Gottes Geist es, der bis heute alle Kirchen, Gemeinden und auch jeden Christenmenschen antreibt. Gut so! Gott-sei-Dank!
F. W.
zum Wochenspruch 10. Mai 2026 (5. Sonntag nach Ostern)
»Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.« (Psalm 66,20)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Der Verfasser dieses Psalms bringt für mich mit diesem Vers etwas ganz Großartiges zum Ausdruck: Er dankt seinem Gott, dass er sein Gebet nicht abweisen und ihm dann darüber hinaus auch noch seine Güte nicht verweigern wird.
Ich meine, dass damit diese Zusage für uns – für Dich und für mich – auch heute zu einer ungemein mutmachenden Zusage werden kann.
Und persönlich bin ich zum Ergebnis gelangt, dass ich diese Erkenntnis des Beters auch in meinem eigenen Leben genauso für mich erfahren habe. Mit allen meinen Anliegen, mit allen Sorgen und Nöten darf ich zu meinem Gott kommen und die Gewissheit haben, »er hört mich«. Und er kümmert sich sogar darüber hinaus um mich ganz persönlich!
Ich wünsche Euch heute ebenfalls diese Erkenntnis und diese tiefe Ruhe in Eurem Herzen. Diese Zusage darf wirklich zur mutmachenden Realität in unserem Leben werden.
E. M.
Predigt »Musik – direkt ins Herz« vom 3. Mai 2026
Die Predigt Frank Webers vom Sonntag Kantate (3. Mai 2026) fußt auf 1. Samuel 16,14 – 23. Sie kann hier nachgehört werden.
(Wegen technischer Störungen ist dies nicht der Originalmitschnitt, sondern das Manuskript wurde anschließend noch einmal eingesprochen).
zum Monatsspruch Mai 2026
»Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.« (Hebräer 6,19)
Der Hebräerbrief wurde geschrieben, um eine Gruppe von Christen zu ermutigen, die ihrem Glauben trotz Verfolgung treu geblieben waren, aber im Laufe der Zeit entmutigt waren und deren Glaube zu schwanken begann. Der Schreiber des Briefes lobt Jesus als nachzuahmendes Vorbild und er erteilt den Gläubigen in der Gemeinde Warnungen und Ermahnungen. Jesus war durch großes Leiden in die Herrlichkeit eingegangen und hatte einen Weg bereitet, dem andere nachfolgen sollten. Dieser Brief gilt den Christen allgemein, die ihre erste Begeisterung verloren hatten und in der zweiten, dritten Generation lebten.
Die Hoffnung wird als Anker dargestellt, ein kraftvolles Bild, das seine Rolle bei der Bereitstellung von Stabilität und Sicherheit für unsere Seelen veranschaulicht. So wie ein Anker ein Schiff daran hindert, in stürmischen Gewässern abzudriften, hält uns die Hoffnung inmitten der Unsicherheiten und Stürme des Lebens geerdet. Diese Hoffnung basiert nicht auf flüchtigen Wünschen, sondern ist eine feste Gewissheit, die in den Verheißungen Gottes verwurzelt ist. Der Verweis auf das innere Heiligtum hinter dem Vorhang weckt das Bild des Allerheiligsten im alten jüdischen Tempel, dem heiligsten Raum, in dem die Gegenwart Gottes wohnte. Dies deutet darauf hin, dass unsere Hoffnung uns direkt mit dem Göttlichen verbindet und ein Gefühl von Frieden und Gewissheit bietet, das über irdische Umstände hinausgeht.
Der Vers ermutigt uns Gläubige, auf Gottes Verheißungen zu vertrauen, die so unbeweglich sind wie ein Anker. Diese Hoffnung ist sowohl fest als auch sicher, zuverlässig und wird uns nicht im Stich lassen. Sie lädt uns ein, über die Stärke und Gewissheit unseres Glaubens nachzudenken und uns zu ermutigen, auf unserem geistlichen Weg weiter zu wachsen und standhaft zu bleiben. Indem wir unsere Seelen in der Hoffnung verankern, können wir die Herausforderungen des Lebens mit Zuversicht meistern, da wir an etwas Ewigem und Unveränderlichem gebunden sind.
Seit jeher symbolisiert der Anker Treue, Verlässlichkeit und Verbundenheit. Lasst uns dieses Bild eines wirklich großen und mehrere Tonnen schweren Ankers vor Augen haben, der unverrückbar am Meeresboden liegt und unser Leben festhält.
S. Schüring
zum Wochenspruch 3. Mai 2026 – Sonntag Kantate
»Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.« (Psalm 98,1)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
An diesem Sonntag „Kantate“ feiern wir als Christen unsere Gottesdienste gewöhnlich mit einem besonderen Augenmerk auf das Singen und das Musizieren. Und an vielen Stellen in der Bibel lesen wir, dass das Singen und Loben zur Ehre unseres großen Gottes geschehen soll.
Von Martin Luther haben wir eine Aussage überliefert erhalten »Gottes Wort wird auch durch die Musik gepredigt«.
Deshalb stellt sich für mich die Frage, wie sieht es in dem inneren meines bzw. Eures Herzens aus, wenn wir Lieder für unseren Gott singen. Sind wir uns bewusst, dass dieser Lobpreis für unseren Gott geschieht und sind wir uns auch dessen Auswirkungen auf unser und das Leben anderer bewusst?
Nach dem Reformator Martin Luther hat die Musik ja »eine Gottes Wort dienende geistliche Funktion«. Und genau diese Wirkungsweise sollten wir eigentlich immer in unserem Leben vor Augen haben.
Und dann steht da in unserem Wochenspruch noch die vielversprechende mutmachende Zusage, dass Gott Wunder tut.
Lasst uns also am kommenden Sonntag Kantate dies von ganzem Herzen tun: Gott unser Lied zu bringen und darauf zu vertrauen, dass er Wunder tut.
E. M.
zum Wochenspruch 26.04.26, Jubilate, 3. Sonntag nach Ostern
»Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.«
(2. Korinther 5,17)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Im Leben des Paulus ist eine radikale Veränderung von Saulus zu Paulus erkennbar. Er war der größte Christenverfolger der damaligen Zeit. Viele der damaligen Christen hatten große Angst und sind sogar in die Ferne, weit weg von Jerusalem vor ihm, geflohen. Sein damaliges Ziel: die ersten Christen und die erste christliche Gemeinde komplett auszuradieren.
Und dann geschieht – wie er selbst auch schreibt – dieses lebensverändernde Wunder: Jesus persönlich begegnet ihm auf seinem Weg nach Damaskus. Diese Begegnung mit dem auferstandenen Jesus, dessen Anhänger er massiv verfolgt hatte, stellt sein Leben buchstäblich auf den Kopf. Der größte Christen-Verfolger wird nunmehr zu einem der ganz großen Christus-Nachfolger und zum ersten Missionar in der heutigen Türkei und in Europa.
Wenn wir uns vor diesem Hintergrund unseren Wochenspruch anschauen, dann beschreibt Paulus also genau das, was er selbst persönlich erlebt hat.
Was wird denn nun neu, wenn ein Mensch von Herzen an Jesus Christus glaubt?
Wir hören in unserem Wochenspruch: alles! Der Glaube an Jesus verändert also das Leben von Menschen radikal. Natürlich werde ich auch als Christ nicht perfekt und vollkommen sein. Daher möchte ich uns Mut machen, jeden Tag neu zu beten: »Herr, vergib mir immer wieder aufs Neue und mache mich zu einem Menschen, an dessen Lebensstil für andere erkennbar wird, dass ich zu dir gehöre, und dass Du daher wirklich einen neuen Menschen aus mir gemacht hast«.
E. M.
zum Wochenspruch 19.04.2026 (Misericordias Domini)
Christus spricht: »Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.« (Johannes 10,11a.27 – 28a)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Vor zwei Wochen haben wir unsere Gottesdienste zu Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern gemeinsam gefeiert. Wenn wir uns den Tod und die Auferstehung von Jesus dann vor unserem inneren Auge führen, haben wir damit den wohl besten Beleg dafür, dass Jesus wirklich dieser gute Hirte ist, von dem unser Wochenspruch hier spricht.
Aber dort steht auch, dass wir als Christenmenschen auch tatsächliche diese Stimme Jesu in unserem Leben hören. Ich möchte uns daher heute die Frage stellen, ob dies wirklich auch bei Dir und mir der Fall ist.
Nun, von mir würde ich behaupten, dass dies nicht immer der Fall ist. Für das Hören der Stimme Jesu gibt es eben kein Patentrezept.
Wenn ich eine Beziehung zu jemandem eingehe, bedeutet das, dass ich mich auf den anderen einlasse, dass ich mit ihm gemeinsam Zeit verbringe. Bei Jesus ist das genauso. In diesen persönlichen Begegnungen darf ich Jesus immer wieder darum bitten, dass er zu mir redet und ich dieses Reden auch verstehen kann. Ich selbst habe die persönliche Erfahrung gemacht, dass das wirklich funktioniert. Bei dem einen mag das tatsächlich ganz laut und vernehmbar sein, beim anderen ist es die Stimme, die sein Herz erreicht. Und wenn ich dann das Reden Jesu ernst nehme und ihm nachfolge, dann habe ich die großartigste Zusage, die wir Christen überhaupt erhalten können: Jesus schenkt uns das ewige Leben! Ist das nicht heute wieder eine mutmachende Perspektive?
E.M.
zum Wochenspruch zum 12.04.26 (Quasimodogeniti)
»Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.« (1. Petrus 1,3)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Diese lebendige Hoffnung, von der Petrus hier spricht, resultiert nach den Aussagen des Apostels durch die Auferstehung Jesu von den Toten. Aber kann ich und kannst Du diese lebendige Hoffnung tatsächlich in meinem/deinem ganz persönlichen Leben festmachen? Spüre ich diese lebendige Hoffnung angesichts der vielen Krisen in dieser Welt in meinem eigenen Leben? Oder überlagern die vielen Krisen auf unserer Welt doch meine Hoffnung? Wie sieht es denn mit unserer Hoffnung als Christen in dieser Welt aus?
Petrus nimmt in seiner Aussage die Osterbotschaft auf; er spricht darin von einer lebendigen Hoffnung, die in der Auferstehung Jesu von den Toten begründet ist. Für mich ist das die großartigste Botschaft, welche wir als Christenmenschen erhalten.
Aber was verbirgt sich hinter dieser Hoffnung?
Jesus hat uns durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung ein Angebot zur Versöhnung mit Gott gemacht. Damit können wir Menschen Gerechtigkeit vor ihm erfahren.
Und dieses Angebot gilt wirklich für alle Menschen, selbst für den Schwerverbrecher, der neben Jesus am Kreuz hing; dieses Angebot Jesu gilt auch für alle Menschen, die im Augenblick am Leben zu verzweifeln drohen, für alle Benachteiligte und Unterdrückte, für alle, die Not leiden.
Diese lebendige Hoffnung soll uns Christenmenschen in Bewegung bringen. Ja, und diese Hoffnung fordert dann auch unser ganz persönliches Engagement! Diese Hoffnung soll verhindern, dass wir uns damit abfinden, dass unsere Welt eben so ist, wie sie ist. Gerade darum möchte ich uns die Frage stellen: Wo ist dein, wo ist mein persönliches Engagement, um diese lebendige Hoffnung, die wir durch Jesus erhalten haben, für andere Menschen sichtbar zu machen?
Deshalb meine Einladung für heute: Lasst uns wieder neu zu Mutmachern, für die Menschen aus unserer Umgebung werden!
E.M.
unser Alpha-Kurs startet… 8. April bis 10. Juni 2026
Ein Alphakurs, das bedeutet: Eine halbe Stunde lang ankommen, Leute kennenlernen, einen kleinen Snack genießen, miteinander sprechen.
Dann eine knappe halbe Stunde lang ein Video-Impuls zu einem Grundthema des christlichen Glaubens (»Wer war Jesus?«, »Warum beten?«, Wofür Kirche?« usw.) – und dazu dann eine halbe Stunde lang Kleingruppen, die sich auf Augenhöhe austauschen.
Also quasi wie ien Hauskreis auf Zeit, das ist auch unsere Idee… – Abschließend dann ein gemeinsames Vater unser und ein Segen.
Das ist unser Alpha-Kurs in Wunstorf, und wir laden dazu herzlich ein: Solche, die schon länger zu einer Kirche (unserer oder auch einer ganz anderen) gehören, aber auch Mensche, die mit dem Glauben bisher nichts viel anzufangen wissen, sicher aber einmal auf Grundfragen einzulassen bereit sind.
Herzlich willkommen. – Immer mittwochs. Abschluss dann am 12. Juni (einem Samstag nachmittag).
Sehen wir einander?

