zum Wochenspruch 30. August 2026

»Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.« (Matthäus 25,40b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Mit die­ser Aus­sa­ge möch­te uns Jesus in die Not der Men­schen mit hin­ein­neh­men. Egal ob da Krank­heit, Trau­er, All­tags­sor­gen etc. sind: er ver­pflich­tet uns als Chris­ten­men­schen. Er möch­te, dass wir an den Nöten unse­rer Mit­men­schen nicht ein­fach vor­bei­ge­hen, son­dern aktiv Hil­fe leisten.

Genau das bringt unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley mit dem Stich­wort »Heiligung«auf den Punkt: Ein Glau­be an Gott und ein Glau­be an Jesus soll sich regel­mä­ßig an unse­rem akti­ven Tun zeigen.

Heu­te möch­te ich uns daher ganz bewusst dazu fra­gen: Wo bin ich und wo bist Du gefor­dert, einem in per­sön­li­che Not gera­te­nen Men­schen unter die Arme zu grei­fen und für ihn zu einer Hil­fe­stel­lung zu werden?

Ich möch­te uns des­halb dazu ermu­ti­gen, die Nöte unse­rer Mit­men­schen mit offe­nen Augen zu ent­de­cken und ihnen dann auch zu hel­fen. Wir tun es für Jesus!

E. M.

zum Wochenspruch zum 23. August 2026

»Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.« (Jesaja 42,3a)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die­ses Zitat aus Jesa­ja nimmt Jesus in sei­ner Ver­kün­di­gung gegen­über den Men­schen auf, nach­dem die Pha­ri­sä­er den Beschluss gefasst hat­ten, ihn zu töten. Wir lesen dazu in Mat­thä­us 12,15 ff dass er danach ein­fach von dort weg­ging, um dann wei­ter­hin sei­nen Auf­trag zu erfül­len: vie­len Men­schen die fro­he Bot­schaft zu ver­kün­di­gen, den Men­schen zu hel­fen und sie zu heilen.

Und dann berich­tet uns der Evan­ge­list Mat­thä­us noch davon, wel­chen Blick Jesus auf die ein­zel­nen Men­schen hat­te: die Ange­foch­te­nen (dies ist mei­ne per­sön­li­che Deu­tung für das geknick­tes Schilf­rohr und den glim­men­den Docht), die baut er wie­der auf. Ja und damit bringt er die Gerech­tig­keit Got­tes direkt zu den Menschen.

Ist das nicht eine immens mut­ma­chen­de Bot­schaft heu­te für uns? Ich möch­te uns alle dazu ein­la­den, von die­ser Mut­mach­bot­schaft zu sprechen!

E. M.

zum Wochenspruch 16. August 2026

»Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« (1. Petrus 5,5b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Für mich pro­vo­ziert der Brief­schrei­ber Petrus mit sei­ner Aus­sa­ge. Und wenn ich dann die Über­set­zung nach der Guten Nach­richt lese wird es sogar noch her­aus­for­dern­der für mich: »Gott wider­setzt sich den Über­heb­li­chen, aber denen, die gering von sich den­ken, wen­det er sich zu«.

Als hoch­mü­tig wür­de ich mich selbst nicht gera­de bezeich­nen, aber wie so oft bin ich in mei­nem All­tag über­heb­lich und weiß Din­ge manch­mal eben so viel bes­ser als die Men­schen um mich herum.

Ich weiß nicht, wie es Euch beim Lesen die­ser Aus­sa­ge des Petrus geht.

Wenn ich auf mich schaue, muss ich jedoch immer wie­der fest­stel­len, dass ich als Per­son schnell zur Über­heb­lich­keit nei­ge. Und dann steht da auch noch, dass Gott sich den Men­schen zuwen­det, die gering von sich denken.

Heu­te möch­te ich mich des­halb ganz bewusst die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Und ich habe die Zuver­sicht, dass Gott in mein Herz hin­ein­schaut und dann sieht, ob ich es ehr­lich mei­ne oder nicht.

Auch Euch alle möch­te ich dazu ein­la­den, uns auf die­se Her­aus­for­de­rung unse­res Wochen­spruchs ein­zu­las­sen. Unser Gott kann Gro­ßes bewirken.

E. M.

zum Monatsspruch August 2026:

»Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.«
(Johannes 10,10)

Zu Jesu Zeit gab es oft zu wenig; Man­gel­zei­ten. Zu wenig Nah­rung, zu wenig Regen fürs Getrei­de, zu wenig Fut­ter für das Vieh. Wenn es hier also um die Fül­le geht, die Jesus bringt, dann geht es nicht um eine Fül­le an Lebens­mit­teln, son­dern viel­mehr um eine Fül­le an Leben.

Das ist fun­da­men­tal neu und anders. Heu­te haben wir oft mehr als genug von allem, ein (zu) gro­ßer Teil unse­rer Lebens­mit­tel wird weg­ge­wor­fen, weil sie schlecht wer­den. Trotz­dem emp­fin­den vie­le einen Man­gel an Leben. Denn das, was uns wie Leben erscheint, Sozia­le Medi­en, flüch­ti­ge Kon­tak­te, das ist so fahl wie es erscheint. Wer von den Face­book-Freun­den wür­de uns wirk­lich hel­fen, wenn wir Hil­fe bräuchten?

Mei­ne The­se: Wirk­li­ches Leben für uns Men­schen gibt es in der Gemein­schaft mit Gott. Denn wir sind als sei­ne Gegen­über geschaf­fen. Wenn wir von ihm ent­frem­det leben, dann leben wir an sich ent­frem­det. Damit fehlt uns etwas, auf das hin wir gemacht und gedacht sind. – Man­che mer­ken das, ande­re nicht. Leben in Fül­le ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Es kommt nicht, wenn wir vie­les haben, son­dern wenn wir alles haben, das wich­tig und essen­ti­ell ist: Gute Gemein­schaft mit Gott, ein ver­söhn­tes Ver­hält­nis zu uns selbst und zu anderen.

F. W.

zum Wochenspruch 26. Juli 2026

»Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.« (Epheser 5,8b.9)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

In unse­rem Wochen­spruch wer­den wir auf­ge­for­dert »als Kin­der des Lichts« zu leben. Ber­ger über­setzt hier »Ver­hal­tet euch wie Kin­der des Lichts! Denn aus Licht wach­sen Güte, Gerech­tes tun und Ehr­lich­keit als Früch­te heran.«

Die­ser Auf­for­de­rung an unse­re eige­ne Lebens­füh­rung geht jedoch ein dop­pel­ter Zuspruch vor­aus. Pau­lus schreibt in Vers 1 »Ihr seid doch Got­tes gelieb­te Kin­der.« Und in Vers 8 »Auch ihr gehör­tet einst zur Fins­ter­nis, doch jetzt gehört ihr zum Licht, weil ihr mit dem Herrn ver­bun­den seid.«

Unser Kir­chen­va­ter John Wes­ley wür­de dies in sei­nen Aus­sa­gen zur »Hei­li­gung von uns Chris­ten« viel­leicht wie folgt zum Aus­druck bringen:

»Indem ich als Christ mit Jesus in enger Ver­bin­dung lebe, auf sei­ne Wor­te höre, mit ande­ren Chris­ten den Aus­tausch über mei­nen Glau­ben suche, bete und ihn lie­be und ehre, in die­sem Maße wer­de ich die ›Jesus-Gesin­nung‹ annehmen.«

Das bedeu­tet für mich dann auch, dass Jesus mein Leben völ­lig neu prä­gen darf. Aber will ich das wirk­lich und las­se es dann zu, dass Jesus mich in sei­nem Sin­ne prägt?

Die Kon­se­quenz bedeu­tet dann, dass wir zu ver­än­der­ten Men­schen wer­den, eben zu den »Men­schen des Lichts«. Und das wie­der­um hat Aus­wir­kun­gen auf unse­re gesam­te Umwelt. Pau­lus spricht hier von sicht­ba­rer Güte, Gerech­tig­keit und Wahr­heit. Welch eine phan­tas­ti­sche Aus­wir­kung könn­te dadurch in unse­rer augen­blick­li­chen Welt entstehen!

Güte und ein gro­ßes Herz über­win­den Selbst­sucht, Ego­is­mus und dem Stre­ben nach immer mehr! Gerech­tig­keit setzt sich gegen­über Unrecht durch! Und die Wahr­heit, die Ehr­lich­keit siegt über die Lüge, die Ver­leum­dung und den Hass!

E. M.

zum Wochenspruch 5. Juli 2026 (5. Sonntag nach Trinitatis)

»Schö­ne Zeit beim wohl­ver­dien­ten Urlaub!« sagt der Betriebs­rat­kol­le­ge der drei Mit­ar­bei­ten­den. Zwar ist vom Tenor eine ande­re Into­na­ti­on zu ent­neh­men, den­noch ist die glei­che Bot­schaft an jedem gerich­tet. »Na ja.« den­ke ich, »…das ist Net­tig­keit pur aber rea­li­täts­fremd.« Der/​die eine hat in der Tat viel gemacht, der/​die zwei­te hat sich stets bemüht, der/​die drit­te hat ordent­lich Geld in dem Sand gesetzt. Den­noch: Alle drei neh­men es ger­ne und lächelnd als eben wohl­ver­dient an.

Eine ande­re Betrach­tung: das sind Mit­ar­bei­ten­den, die sich mit der Fir­ma iden­ti­fi­zie­ren, die beim Erfolg sich freu­en, oder ver­su­chen, Ver­lus­te zu mini­mie­ren. Das zählt für den Chef. Das drit­te, was ich euch nicht ver­heim­li­chen will, ist, dass die Abtei­lung der drei Mit­ar­bei­ten­den schon seit län­ge­rer Zeit kon­ti­nu­ier­lich Ver­lust macht. Den­noch wird die­se Lage sei­tens der Eigen­tü­mer gedul­det und wert­ge­schätzt und unterstützt.

Genau in die­ser Erfah­rung keilt für mich unserm Wochen­spruch rein.

»Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.« (Epheser 2,8)

Wel­che Grö­ße Got­tes wird uns hier ver­mit­telt! Es liegt nicht an unse­rem Kön­nen, es liegt auch nicht an unse­rem Fleiß, noch an unse­rem klei­nen Glau­ben. Son­dern es ist die Lie­be Got­tes, die uns umhüllt und die uns ret­tet. Das neh­men wir ganz oft als selbst­ver­ständ­lich an, weil das Wort »wohl­ver­dient« in unse­rem mensch­li­chen Sein ver­wur­zelt ist. Mein ICH anstatt Jesus Chris­tus. Schön­re­de­rei und Selbst­lob, anstatt demü­tig auf Jesus zu blicken.

Den­noch bleibt das Wich­tigs­te ewig bestehend »nicht aus euch« denn ohne Jesus sind wir nichts.

Nehmt bit­te, lie­be Geschwis­ter in Jesus, die­se Demut für die Som­mer­ta­ge mit. Nicht um euch klein zu machen, son­dern unserm Herr Jesus Chris­tus Euren Dank und Euer Lob geben zu können:

  • für all die Momen­te, in dem Er euch getra­gen hat
  • für das, was Er für euch getan hat
  • und dass Er in den bevor­ste­hen­den Angst-Momen­te immer dabei sein wird.

Denn, Got­tes Gabe ist es.

ZI

zum Wochenspruch 28. Juni 2026

»Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.« (Galater 6,2)

Jeder Mensch hat Las­ten zu tra­gen. Man­che sind sicht­bar: Krank­heit, Trau­er, Sor­gen um die Fami­lie oder finan­zi­el­le Nöte. Ande­re blei­ben ver­bor­gen: Ein­sam­keit, Ängs­te, Ent­täu­schun­gen oder Zwei­fel. Oft ver­su­chen wir, unse­re Las­ten allein zu tra­gen. Doch Pau­lus erin­nert die Gemein­de dar­an, dass Gott uns nicht als Ein­zel­kämp­fer geschaf­fen hat.

»Einer tra­ge des andern Last« – das bedeu­tet nicht, dass wir die Pro­ble­me ande­rer voll­stän­dig lösen kön­nen. Aber wir kön­nen ein Stück des Weges mit­ge­hen. Ein offe­nes Ohr, ein ermu­ti­gen­des Wort, ein Besuch, eine hel­fen­de Hand oder ein Gebet kön­nen für einen Men­schen zu einer gro­ßen Ent­las­tung werden.

Jesus selbst hat uns gezeigt, was es bedeu­tet, die Las­ten ande­rer zu tra­gen. Er hat sich den Men­schen zuge­wandt, die aus­ge­grenzt, krank oder ver­zwei­felt waren. Er hat ihre Sor­gen ernst genom­men und ihnen Got­tes Lie­be zuge­spro­chen. Schließ­lich hat er sogar die Last der Schuld der gan­zen Welt auf sich genommen.

Wenn Pau­lus vom Gesetz Chris­ti spricht, meint er das Gebot der Lie­be. Wo Men­schen für­ein­an­der da sind, wird die­se Lie­be sicht­bar. Dort ent­steht Gemein­schaft, die trägt. Nie­mand muss alles allein schaffen.

Viel­leicht ken­nen ihr jeman­den, der gera­de eine schwe­re Last trägt. Viel­leicht bis du selbst auf Hil­fe ange­wie­sen. Bei­des gehört zum Leben in der Gemein­de. Wir dür­fen geben und emp­fan­gen. So wird die Lie­be Chris­ti unter uns lebendig.

Möge Gott uns offe­ne Augen schen­ken für die Men­schen neben uns und ein Herz, das bereit ist, Las­ten mitzutragen.

G. Sch.