Die Predigt vom 14. Sonntag nach Trinitatis fußt auf Lukas 19,1 – 10 (Zolleinnehmer Zachäus). Die Predigt von Frank Weber kann hier nachgehört werden:
zum Wochenspruch 6. September 2026
»Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.« (Psalm 103,2)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Wenn ich diesen Bibelvers höre, klingt bei mir fast immer das Lied dazu im Kopf, bei welchem wir Strophen und Refrain im Kanon dazu singen können.
Aber wie sieht das nun tatsächlich in meinem Alltag bei mir aus? Kann ich zu jeder Zeit meinen Gott loben, gerade vielleicht auch in Zeiten, in denen es mir nicht gut geht?
Ich muss gestehen, dass obwohl ich die Verheißung kenne, das häufig bei mir eben nicht so ist. Und häufig frage ich dann Gott, warum es gerade so knüppeldicke für mich kommt.
In den darauffolgenden Versen unseres Psalms lesen wir eine Begründung für diese Aufforderung zum Lob: »der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.«
Heute möchte ich dich und mich dazu ermuntern, wieder einmal den Psalm 103 in Eurer Bibel aufzuschlagen und dann komplett in aller Ruhe und Stille zu lesen.
Und in der Tat: Wenn ich das tue, dann spüre ich so viel Lob und Dankbarkeit Gott gegenüber in meinem Herzen, dass ich gar nicht anders kann, als das Lied anzustimmen »Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat, Seele vergiss es nicht. Amen!«
E. M.
zum Monatsspruch September 2026
»Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.« (Prediger 4,6)
Ein Vers aus dem Prediger, der zunächst stört, vermutlich weil ungewohnte Worte miteinander in Zusammenhang gebracht werden.
Ich möchte zunächst die Substantive betrachten:
Mit Hand verbinde ich segnende Hände, Hände, die leiten und führen, Liebende geben sich die Hand und wir geben uns in Deutschland zur Begrüßung oft die Hand. Sie sind ein Zeichen für Nähe und Zuwendung. Die Ruhe steht für mich für die Gegenwart Gottes, der Jeremia in der Stille begegnet. Wir Menschen benötigen innere und äußere Ruhe, um die Stimme Gottes hören zu können – eine Herausforderung in unserer heutigen oft lauten Welt. Mit der Redewendung „Eine Hand voll Ruhe“ ist auf jeden Fall etwas sehr Positives gemeint.
Die Fäuste stehen dagegen für Gewalt und Zerstörung. Ich habe aus Fäusten noch nichts Positives und Neues entstehen sehen, eher oft das Gegenteil. Allerdings wird eine gewisse Wehrhaftigkeit auch in der Bibel oft positiv beschrieben. Die Mühe kennen wir leider von unserem Alltag, wenn die Last der Arbeit und Sorgen uns bedrückt. Allerdings ist die Mühe manchmal auch eine wichtige Zwischenetappe für etwas sehr Erfreuliches: Wer kennt nicht die Mühe eines Bergaufstieges, um sich dann von dem Panorama überwältigen zu lassen? Die »beiden Fäuste voll Mühe« hören sich nicht erstrebenswert an, wir versuchen sicherlich alle, sie zu vermeiden.
Bleibt der Wind: Ein vergänglicher Zustand, der uns im Sommer oft erfrischt oder mit der Windkraft Energie schenkt. Auch Gott begegnet uns in der Bibel im Säuseln des Windes. Was ist aber mit »Haschen nach Wind« gemeint? Wir können den Wind nicht einfangen und konservieren, dies ist eine vergebliche Mühe. Wind ist Bewegung und Energie, die nicht festgehalten werden kann, wir können das Blatt im Wind festhalten, aber nicht den Wind, daran werden wir scheitern und verzweifeln.
Für mich stellt der Vers die Frage, wie wir, wie ich leben will. Was ist mir wichtig? Wie begegne ich anderen Menschen und wie gestalte ich meinem Alltag? Mit offenen Händen oder mit Fäusten? Was bleibt und erfüllt mich und führt zu einem gelingenden Leben? Sicherlich nicht das vergebliche Haschen nach dem vergänglichen Wind, sondern vielleicht die Suche nach einem festen Fundament, auf das ich mein Leben bauen kann, auch wenn der Wind stürmisch weht.
Ch. Str.
Predigt »Warum Diakonie Verkündigung ist« vom 30. August 2026
Heute ist Gottesdienst mit Gliederaufnahme gewesen. Vier Frauen wurden Kirchenglieder. Die Predigt zu Apostelgeschichte 6,1 – 7 hielt Frank Weber also zum vorgesehenen Text für den 13. Sonntag nach Trinitatis. Sie kann unten nachgehört werden.
zum Wochenspruch 30. August 2026
»Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.« (Matthäus 25,40b)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Mit dieser Aussage möchte uns Jesus in die Not der Menschen mit hineinnehmen. Egal ob da Krankheit, Trauer, Alltagssorgen etc. sind: er verpflichtet uns als Christenmenschen. Er möchte, dass wir an den Nöten unserer Mitmenschen nicht einfach vorbeigehen, sondern aktiv Hilfe leisten.
Genau das bringt unser Kirchenvater John Wesley mit dem Stichwort »Heiligung«auf den Punkt: Ein Glaube an Gott und ein Glaube an Jesus soll sich regelmäßig an unserem aktiven Tun zeigen.
Heute möchte ich uns daher ganz bewusst dazu fragen: Wo bin ich und wo bist Du gefordert, einem in persönliche Not geratenen Menschen unter die Arme zu greifen und für ihn zu einer Hilfestellung zu werden?
Ich möchte uns deshalb dazu ermutigen, die Nöte unserer Mitmenschen mit offenen Augen zu entdecken und ihnen dann auch zu helfen. Wir tun es für Jesus!
E. M.
zum Wochenspruch zum 23. August 2026
»Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.« (Jesaja 42,3a)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Dieses Zitat aus Jesaja nimmt Jesus in seiner Verkündigung gegenüber den Menschen auf, nachdem die Pharisäer den Beschluss gefasst hatten, ihn zu töten. Wir lesen dazu in Matthäus 12,15 ff dass er danach einfach von dort wegging, um dann weiterhin seinen Auftrag zu erfüllen: vielen Menschen die frohe Botschaft zu verkündigen, den Menschen zu helfen und sie zu heilen.
Und dann berichtet uns der Evangelist Matthäus noch davon, welchen Blick Jesus auf die einzelnen Menschen hatte: die Angefochtenen (dies ist meine persönliche Deutung für das geknicktes Schilfrohr und den glimmenden Docht), die baut er wieder auf. Ja und damit bringt er die Gerechtigkeit Gottes direkt zu den Menschen.
Ist das nicht eine immens mutmachende Botschaft heute für uns? Ich möchte uns alle dazu einladen, von dieser Mutmachbotschaft zu sprechen!
E. M.
Predigt »selbst gerecht oder gerechtfertigt« vom 16. August 2026
Die Predigt zum 11. Sonntag nach Trinitatis von Frank Weber fußt auf Lukas 18,9 – 14. Sie kann unten nachgehört werden:
zum Wochenspruch 16. August 2026
»Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« (1. Petrus 5,5b)
Liebe Geschwister und liebe Freundinnen und Freunde!
Für mich provoziert der Briefschreiber Petrus mit seiner Aussage. Und wenn ich dann die Übersetzung nach der Guten Nachricht lese wird es sogar noch herausfordernder für mich: »Gott widersetzt sich den Überheblichen, aber denen, die gering von sich denken, wendet er sich zu«.
Als hochmütig würde ich mich selbst nicht gerade bezeichnen, aber wie so oft bin ich in meinem Alltag überheblich und weiß Dinge manchmal eben so viel besser als die Menschen um mich herum.
Ich weiß nicht, wie es Euch beim Lesen dieser Aussage des Petrus geht.
Wenn ich auf mich schaue, muss ich jedoch immer wieder feststellen, dass ich als Person schnell zur Überheblichkeit neige. Und dann steht da auch noch, dass Gott sich den Menschen zuwendet, die gering von sich denken.
Heute möchte ich mich deshalb ganz bewusst dieser Herausforderung stellen. Und ich habe die Zuversicht, dass Gott in mein Herz hineinschaut und dann sieht, ob ich es ehrlich meine oder nicht.
Auch Euch alle möchte ich dazu einladen, uns auf diese Herausforderung unseres Wochenspruchs einzulassen. Unser Gott kann Großes bewirken.
E. M.
zum Monatsspruch August 2026:
»Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.«
(Johannes 10,10)
Zu Jesu Zeit gab es oft zu wenig; Mangelzeiten. Zu wenig Nahrung, zu wenig Regen fürs Getreide, zu wenig Futter für das Vieh. Wenn es hier also um die Fülle geht, die Jesus bringt, dann geht es nicht um eine Fülle an Lebensmitteln, sondern vielmehr um eine Fülle an Leben.
Das ist fundamental neu und anders. Heute haben wir oft mehr als genug von allem, ein (zu) großer Teil unserer Lebensmittel wird weggeworfen, weil sie schlecht werden. Trotzdem empfinden viele einen Mangel an Leben. Denn das, was uns wie Leben erscheint, Soziale Medien, flüchtige Kontakte, das ist so fahl wie es erscheint. Wer von den Facebook-Freunden würde uns wirklich helfen, wenn wir Hilfe bräuchten?
Meine These: Wirkliches Leben für uns Menschen gibt es in der Gemeinschaft mit Gott. Denn wir sind als seine Gegenüber geschaffen. Wenn wir von ihm entfremdet leben, dann leben wir an sich entfremdet. Damit fehlt uns etwas, auf das hin wir gemacht und gedacht sind. – Manche merken das, andere nicht. Leben in Fülle ist nicht selbstverständlich. Es kommt nicht, wenn wir vieles haben, sondern wenn wir alles haben, das wichtig und essentiell ist: Gute Gemeinschaft mit Gott, ein versöhntes Verhältnis zu uns selbst und zu anderen.
F. W.
Predigt vom 26. Juli 2026 von Lars Oergel
Die Kurzpredigt aus dem Lobpreisgottesdienst vom 8. Sonntag nach Trinitatis von Lars Oergel fußt auf dem Wochenspruch, Epheser 5,8b.9. Sie kann hier nachgehört werden:

