zum Wochenspruch für 25. Januar 2026 (3. Sonntag nach Epiphanias)

»Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.« (Lukas 13,29)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Aus allen Him­mels­rich­tun­gen wer­den Men­schen im Reich Got­tes mit dabei sein. Genau das haben wir gera­de in der Alli­anz-Gebets­wo­che erlebt. Da war u.a. die Markt­kir­che in Han­no­ver mit 350 Leu­ten aus allen unter­schied­li­chen Kon­fes­sio­nen rich­tig gut gefüllt. Und auch die vie­len ande­ren Aben­de in Wunstorf und Han­no­ver waren geprägt von die­ser Viel­falt. Des­halb stel­le ich mir immer wie­der die Fra­ge, ob ich genau die­se Viel­falt und die dar­aus resul­tie­ren­de Unter­schied­lich­keit auch selbst wirk­lich als berei­chernd empfinde?

Unmit­tel­bar vor unse­rem Wochen­spruch lesen wir, dass Jesus von einem Mann gefragt wur­de »Herr, stimmt es wirk­lich, dass nur weni­ge Men­schen geret­tet wer­den?« Jesus ant­wor­tet dar­auf­hin: »Es ist eine schma­le Tür, und ihr müsst kämp­fen, damit ihr hin­durch­ge­hen dürft. Ich ver­si­che­re euch: Vie­le, die ver­su­chen hin­ein­zu­kom­men, wer­den es nicht schaffen.«

Jesus schien es also unge­mein wich­tig zu sein, dass sei­ne dama­li­gen Zuhö­rer per­sön­lich in Got­tes neu­em Reich mit dabei sind. Des­halb for­dert er sogar auf, dar­um zu kämp­fen! Für mich als Christ heu­te heißt das, dass ich mich dar­um bemü­hen soll, auch wirk­lich dort mit dabei zu sein.

In der Über­set­zung von Ber­ger heißt es hier, dass wir an der Tafel in Got­tes neu­em Reich Platz neh­men. Wir wer­den dann mit Jesus und Gott dinieren.

Heu­te möch­te ich uns allen Mut machen, auch mit an die­sem Ort dabei zu sein.

E. M.