zum Wochenspruch 2. Sonntag nach Weihnachten (4. Jan. 2026)

»Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.« (Johannes 1,14b)

Lie­be Geschwis­ter und lie­be Freun­din­nen und Freunde!

Die Jün­ger waren drei Jah­re lang ganz per­sön­lich mit Jesus unter­wegs und haben sein Wir­ken sei­ne Wun­der und ganz vie­le Zei­chen selbst mit­er­le­ben dür­fen. Aber manch­mal waren sie sich auch unsi­cher, ob er wirk­lich Got­tes Sohn ist.

Mit die­ser Aus­sa­ge zu Beginn des Johan­nes­evan­ge­li­ums posi­tio­niert sich Johan­nes auf sei­ne eige­ne ganz per­sön­li­che Glaub­wür­dig­keit als Augen­zeu­ge. Ob Johan­nes damit sein eige­nes Erleb­nis auf dem Berg der Ver­klä­rung (Lukas 9,28−38) oder sei­ne per­sön­li­che Erfah­rung der Herr­lich­keit Jesus nach des­sen Auf­er­ste­hung gemeint hat, das wis­sen wir nicht. Aber Johan­nes war sich abso­lut sicher: Die­se erleb­te Herr­lich­keit, die konn­te nur von Gott selbst kom­men. Die­se Herr­lich­keit war eine Herr­lich­keit, die vol­ler Gna­de und Wahr­heit alles ande­re überstrahlt.

Auch wir heu­te dür­fen die­se Aus­sa­ge des Johan­nes für uns ganz per­sön­lich in Anspruch neh­men. Bei die­ser Zusa­ge han­delt es sich eben nicht nur um wohl­klin­gen­de Wor­te; die­se Zusa­ge nahm in Jesus eine mensch­li­che Gestalt an. Jesus war eine ganz kon­kre­te Per­son, wel­cher mit­ten unter den Men­schen vor 2.000 Jah­ren gelebt hat. Und für uns Chris­ten ist er damit dann zum Mes­si­as geworden.

Ich möch­te uns heu­te wie­der ganz bewusst dazu ein­la­den, die­sem Jesus ganz per­sön­lich zu begegnen.

E.M.